Newsletter – in oder out?

Newsletter, noch aktuell?

Ich stolpere immer wieder über die Frage, ob ein Newsletter heutzutage überhaupt noch Sinn ergibt. Schließlich quellen die Postfächer über und die Dinger nerven doch eigentlich, oder?

In dieser Folge erfährst du, warum du definitiv auf E-Mail-Marketing setzen solltest, was die Voraussetzung ist, damit dein Kram gelesen wird und inwieweit das mit den Entwicklungen in Hinsicht auf KI noch relevanter werden könnte.

Newsletter nerven doch nur, oder?

Meine erste Amtshandlung jeden Morgen ist: das E-Mail-Postfach aufzuräumen. Konkret bedeutet das, dass ich im Schnitt 80% dessen, was da so in den letzten 24 Stunden reingeflattert ist, ungelesen direkt lösche. Und ja, das sind größtenteils Newsletter. Wahrscheinlich geht es dir nicht anders. Und gleichzeitig sage ich dir, dass Newsletter-Marketing essentiell für dein Marketing ist. Ein Widerspruch? Nicht wirklich.

Denn nein, ich lösche nicht alle Newsletter. Nur die, die mich nicht ansprechen. Das liegt zum Teil daran, dass ich sie erhalte, weil ich irgendwann mal irgendwo was bestellt habe und schlicht zu faul war, mich bisher wieder abzumelden. Oder das, worum es geht, ist für mich aktuell nicht relevant. Es gibt aber auch die anderen.

Den Newsletter von Lena, auch mit Goingneon bekannt, lese ich zum Beispiel super gern, um mir ein bisschen Inspiration im Bereich Branding und Design zu holen. Und weil ich ihre Schreibe liebe. Oder die Mails von Neill Patell, seines Zeichens SEO-Guru.

Was will ich dir damit sagen? Newsletter werden gelesen. Wenn du die richtigen Leute auf deiner Liste hast, also die, die wirklich an deinem Thema interessiert sind, und du relevanten Input gibst.

Lernen von den Großen

Eine in meinen Augen sehr spannende Aussage in Hinsicht auf den Newsletter kam von Sigrun, meiner Mentorin, mehrfach ausgezeichneter Online-Business-Coach mit einem sogenannten Multi-Million-Business. Auf Deutsch: sie macht mehrere Millionen € Umsatz pro Jahr. Klare Aussage von ihrer Seite: der Verkauf läuft bei ihr über den Newsletter.

Und ich sehe das ja selbst auch. Klar kannst du Anzeigen für dein Angebot schalten, Challenges, Webinare und Co. veranstalten. Am Ende kaufen in erster Linie die Menschen, die schon eine Weile bei mir an Bord sind, den Newsletter regelmäßig lesen.

So wird es auch was mit dem Verkaufen

Ok, du brauchst einen Newsletter. Und die richtigen Leute drin. Denn eine Liste mit mehr als 10.000 Kontakten ist ein Träumchen. Wenn die aber nicht wirklich passen, kannst du das Ding auch direkt wieder einstampfen.

Ich bin da ein gutes Beispiel: Ich lese die Newsletter von Neil Patell super gerne, weil ich da unheimlich viel Wissen über die neuesten Entwicklungen in Hinsicht auf Suchmaschinenoptimierung mitnehmen kann. SEO ist aber für mich nur teilweise interessant. Deshalb sind seine Angebote für mich eher irrelevant. Ich öffne und lese also häufig, kaufen werde ich dort eher nicht.

Du solltest das besser hinkriegen. Indem du dir die Leute in deine Liste holst, die wirklich, wirklich passen.

Wie das funktioniert? Mit dem richtigen Lead-Magnet, einem Freebie, dass deine Zielgruppe (oder besser deine Buyer Persona) so richtig abholt. Denn das Spiel: “ich gebe dir richtig guten Mehrwert und im Gegenzug bekomme ich deine E-Mail-Adresse” funktioniert immer noch verdammt gut.

Klar läufst du Gefahr, auch sogenannte Freebie-Hunter mit aufzusammeln. Also Leute, die nur deinen Mehrwert wollen und sich direkt danach wieder abmelden. Aber das gehört dazu und ist ok.

Wie gewinnst du die richtigen Abonnenten?

Einfache Antwort: mit dem richtigen Freebie. Denn der Markt ist extrem übersättigt. An jeder Ecke springt dir ein neues tolles kostenfreies Angebot ins Gesicht.

Ein wirklich gutes Freebie ist mehr als eine schnöde PDF-Checkliste. Ja, die funktioniert auch. Die ganz einfachen Freebies haben aber einen Nachteil: sie zeigen nur wenig von dem, was du auf dem Kasten hast.

Ist dein Freebie aber ne Nummer umfangreicher, wirklich voll mit Mehrwert, lernen dich die Leute da kennen und haben dann auch mehr Lust darauf, im Newsletter zu bleiben und später auch zu kaufen.

Es gibt da einen schönen Begriff. Das “ultimative Freebie”. Etwas, dass so gut ist, dass jeder halbwegs normal denkende Mensch dafür Geld nehmen würde. Sowas zieht und bringt dir die gewünschten Leads.

Damit es dann auch die sind, die später kaufen, musst du dir bei der Erstellung schon ein paar Gedanken machen. Denn das Freebie ist quasi der erste Schritt auf der Kundenreise.

Du musst liefern.

Freebie ist am Start, die Anmeldungen kommen rein. Damit ist es dann aber noch nicht getan. Du musst diesen Leuten auch weiterhin was bieten. Und das funktioniert nur, wenn du regelmäßig schreibst, dabei Mehrwert rausgibst und eine Verbindung aufbaust.

Ich empfehle eine Quote von 40% Mehrwert, 20% persönlichen Inhalten und 20% Verkaufen. Denn ja, du darfst da bitte auch verkaufen. Dein Newsletter sollte nur kein Abklatsch von dem des Media-Marktes sein. Hier ein Rabatt, da ein tolles Angebot. Interessiert nicht. Wird direkt gelöscht.

Bei den ersten beiden Punkten Mehrwert und Persönliches ist die Grenze oft fließend. Ich versuche das zum Beispiel oft zu verbinden. Storytelling einzubauen. Also den Mehrwert, den ich rausgebe, zum Beispiel mit eigenen Erfahrungen zu untermauern.

Der Betreff entscheidet

Wie kriegst du jetzt hin, dass dein Newsletter nicht direkt gelöscht wird?

Ich komm mal wieder zu mir zurück. Montagmorgen, das Postfach quillt über. Ich überfliege die Betreffzeilen und sortiere rigoros aus. Die, bei denen ich hängen bleibe, haben eine große Chance, gelesen zu werden. Und genau darum geht es.

Betreffzeilen wie “Neues aus dem Gartenreich” sind so eher gähn. Steht da aber “Das musst du jetzt tun, um im Sommer zu ernten”, holt mich das eher ab.

Wie Gordon Schönwälder, seines Zeichens Podcast-Guru, immer gern sagt: “Der Titel darf schon ein bisschen Bildzeitung sein, solange der Inhalt dann vernünftig ist.” Und ja, da hat er absolut Recht. Du brauchst die Aufmerksamkeit, um dann wirklich zum Thema zu kommen.

Also schreib nicht: “Neues aus meinem Blog”, sondern greif direkt das Thema auf. Die Betreffzeile ist der Hook für deinen Newsletter, der Haken, an dem die Leser hängenbleiben sollten.

KI verändert die Business-Welt

Was das Ganze jetzt mit KI zu tun hat

Vor ein paar Tagen hatten wir eine interessante Diskussion innerhalb des Texterverbandes darüber, was uns mit den neuen Tools erwartet, die künstliche Intelligenz nutzen. Denn mit ChatGPT und anderen Alternativen kommt da etwas auf uns zu, was im ersten Moment als große Bedrohung für meinen Berufsstand scheint, aber auch Chancen bieten kann. Es gibt aber einen wichtigen Aspekt, den irgendwie niemand so richtig auf dem Schirm hat, den aber eine liebe Kollegin einwarf.

Wenn Google demnächst mit Bart auch einen Chatbot in die Suche einbaut, wie relevant ist dann eigentlich das Ranking deiner Webseite noch?

Die KI-Tools lesen Inhalte im Netz aus und verwerten sie. Die Zukunft wird also wohl irgendwie in die Richtung gehen, dass du als Nutzer eine Frage stellst und die KI antwortet, weil sie schon längst die relevanten Inhalte der passenden Seiten ausgewertet hat. Damit könnte das klassische SEO mit dem Ziel, möglichst hoch bei Google zu ranken, passé sein. Wer klickt denn noch auf Seiten, wenn die Antwort schon vom Bot kommt?

Das gilt natürlich nicht für diejenigen, die wissen, dass es bei dir im Blog, Podcast oder Youtube-Channel regelmäßig guten Input gibt. Aber du brauchst ja auch regelmäßig neue Leute.

Wie erreichst du die denn dann? Klar, Social Media. Ist aber auch irgendwie als einzige Quelle Mist, denn da bist du abhängig und hast mit etwas Pech von einem Tag auf den anderen keinen Zugriff mehr auf deine “Follower”.

Du musst dir also einen anderen Weg überlegen, Interessenten in deinen Kosmos zu holen. Und da kommt dann das gute alte E-Mail-Marketing noch präsenter ins Spiel.

Fazit

Du hast noch keinen Newsletter? Dann gib Gas. Das ist deine Homebase. Selbst wenn du noch nicht einmal ein konkretes Angebot hast, du solltest dich darum kümmern. Denn nichts geht über eine gut gepflegte Newsletterliste.

Du hast schon einen? Sehr gut. Weitermachen. Und schau, dass du weiterhin die richtigen Leute mit einem wirklich coolen Freebie reinbekommst und regelmäßig, also so einmal pro Woche bei denen im Postfach landest.

 

Falls du übrigens mit deinem Newsletter-Marketing haderst, hab ich was für dich.

Vom 21. bis zum 23. März gebe ich einen kostenfreien Workshop, der dir zeigt, wie du da endlich mal Schwung reinbekommst und das Ding zum Laufen kriegst. Ok, ganz kostenfrei ist er nicht. Deine E-Mail-Adresse hätte ich gern dafür. 

Mehr Infos gibt es HIER. 

Also, sehen wir uns?

Eine Antwort

  1. Liebe Ina, danke für deine Sichtweise zum Thema Newsletter. Mir geht es ähnlich wie dir, manche Newsletter lese ich äußerst gern. Diese sind dann meist eine gelungene Mischung aus persönlichen Nuancen und Business Content.

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