Content im Urlaub

content im urlaub
Ina Mewes

Es ist soweit. Die Sommerferien sind in vollem Gange und die ewige Frage steht wieder im Raum. Wie gehst du damit um, wenn du Urlaub machen möchtest, ohne dich dabei um Social Media und Co. zu kümmern?

In diesem Beitrag zeige ich dir die verschiedenen Möglichkeiten, mit diesem Problem umzugehen. Und du findest heraus, welche für dich am besten funktioniert.

Keine Lust zu lesen? Hör dir hier die Folge im Podcast an.

Warum solltest du dich auf deine Pause vorbereiten?

Das ist ziemlich offensichtlich. Regelmäßigkeit ist das A & O, wenn es ums Thema Content geht. Egal, ob Newsletter, Social Media oder Blog – alles will kontinuierlich gefüttert werden. Tust du das nicht, schlafen deine Promotionkanäle ein, Beiträge werden danach schlechter ausgespielt, Follower verschwinden.

Mal eben zwei oder drei Wochen Pause sind offenbar nicht drin. Aber ist das tatsächlich so?

Im Newsletter ist eine Pause überhaupt kein Problem. Die wenigsten werden merken, dass sie keine Post von dir bekommen. Im Blog sieht es ähnlich aus. Solange du nicht monatelang aussteigst, fällt es nicht weiter auf. Bei Social Media ist es was anderes. Allerdings ist die Aussage, dass zwei Wochen ohne Content den Untergang deines Profils einläuten, ein Märchen.

Genau genommen ist es also nicht unbedingt nötig, für die freie Zeit vorzusorgen. Falls du aber lieber auf Nummer sicher gehen willst oder direkt im Anschluss an die freien Tage durchstarten möchtest, solltest du dir einen Plan B überlegen. Im Urlaub weiter Content zu produzieren ist dabei der blödeste Weg. Hey, du hast Urlaub, du musst auch mal abschalten!

Wie kannst du dich vorbereiten?

Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen kannst du deinen Content vorproduzieren und dann automatisiert ausspielen lassen. Für Facebook und Instagram funktioniert das ganz einfach über das Creator Studio. Dort lädst du deine Inhalte hoch, bestimmst den Veröffentlichungszeitpunkt und das war’s.

Läuft dein Blog über WordPress, kannst du auch hier das Veröffentlichungsdatum bestimmen. Bei anderen Systemen geht das teilweise auch. Und dein Newsletter? Logisch, da kannst du den Versandzeitpunkt auch einstellen. Welche Inhalte du wählen kannst, erkläre ich dir weiter unten.

Etwas umständlicher: du produzierst die Inhalte vor, veröffentlichst aber dann direkt aus dem Urlaub. So hast du selbst in der Hand, was wann rausgeht, allerdings wird er Erholungseffekt sich stark in Grenzen halten. Im Urlaub geht es ja darum, endlich mal abzuschalten und den Rechner auszulassen.

Vergiss die Interaktion nicht.

In allen Fällen solltest du dir überlegen, wie wichtig dir deine eigene Interaktion ist. Normalerweise ist es ja gut, wenn du auf Social Media Fragen stellst oder zum Mitmachen aufrufst. Nur blöd, wenn du dann anschließend nicht reagierst. Dieses Problem kannst du mit zwei Varianten umgehen. Nummer eins: plane deine Beiträge zeitlich so, dass du auch im Urlaub 2 – 3 Stunden nach Veröffentlichung reinschauen und auf wichtige Antworten reagieren kannst. Allerdings ist hier die Gefahr groß, wertvolle Zeit am Handy zu verplempern. Denn hey, du kennst das sicher: Nur mal schnell was checken und schon sind Stunden vergangen.

Cleverer ist es, bei deinen Beiträgen auf den Call to Action zu verzichten oder ihn so zu formulieren, dass er zwar zu einer Handlung auffordert, aber keine weitere von dir braucht.

Du könntest zum Beispiel einen Tipp geben und dann mit „probier es am besten gleich mal aus“ enden. Oder ganz simpel: „lass mir gern ein Like da“. Wichtig ist, keine Fragen zu stellen. Denn die bitten um Antwort.

Welche Inhalte passen in deine Pause?

Das hängt ein bisschen davon ab, wie viel Zeit und Energie du vor deinem Urlaub hast und was direkt danach passieren soll. Und dein Business-Modell spielt natürlich auch eine Rolle.

Als Texterin habe ich meinen letzten Urlaub im Vorfeld kommuniziert und tatsächlich auch nur Urlaubserlebnisse geteilt. Das hatte für mich den Vorteil, dass ich so in der Zeit so gut wie keine Anfragen erhalten habe, die ich eh hätte ablehnen müssen. Und es passte zu meinen Themen, denn ich erzähle immer gerne, wie sehr ich Island liebe und wie wichtig es ist, auch mal Auszeiten zu nehmen.

Wenn dein Business vom Verkauf physischer Produkte lebt, ist das natürlich keine Option. Da muss auch in deiner Abwesenheit die Werbetrommel gerührt werden. Hier bleibst du thematisch also am besten ganz normal im Fluss. Das selbe gilt, wenn du Selbstlernkurse verkaufst, die keine Unterstützung von dir brauchen.

Wenn du im Anschluss an den Urlaub einen Launch geplant hast, sollten deine Inhalte schon im Urlaub dem Seeding dienen. So bereitest du deine Leser und Leserinnen gedanklich schon mal auf das Thema vor, dass du im Anschluss intensiver beackern willst.

Wenn du auf persönliche Bindung baust, kannst du deine Follower auch einfach mit in den Urlaub nehmen. Es geht dabei nicht darum, den klassischen Reise-Influenzern Konkurrenz zu machen. Aber wer dir folgt, ist auch daran interessiert, wie du deine Freizeit und damit deinen Urlaub verbringst. Denn es ist ja schon ein Unterschied, ob du lieber auf Bali im Meer planschst oder zum Wandern in Tirol bist. Dafür sind die Stories bei Facebook und Instagram super geeignet. Einfach ein paar Bilder vom Tag hochladen, eventuell noch einen kleinen Spruch dazu und fertig.

Keine Lust, Urlaubsbilder zu teilen? Auch nicht schlimm. Falls dir im Vorfeld die Zeit fehlt, um neue Inhalte zu erstellen, bietet sich der Urlaub auch wunderbar für Content-Recycling an.

Nimm dir einen Moment und schau dir an, was du bereits erstellt hast. Welche Blogbeiträge sind besonders häufig aufgerufen worden? Wo gab es eine starke Interaktion? Welches Thema hattest du eine Weile nicht mehr und möchtest du wieder in den Fokus rücken? All diese Beiträge kannst du über Social Media wieder anteasern und teilen. Wer die Inhalte schon kennt, freut sich vielleicht über die Erinnerung. Die meisten haben so aber die Chance, zu lesen, was ihnen vielleicht sonst entgangen wäre.

So bereitest du effektiv vor.

Ich plädiere ja sowieso für eine konsequente Content-Planung. Denn nur so vermeidest du, dass du dir Arbeit machst und am Ende nicht wirklich was dabei rauskommt. Denn „dabei sein ist alles“ gilt für Content eben nicht.

Wenn du deine Inhalte normalerweise on the go erstellst, also so, wie du Lust und Laune hast, fällt dir das spätestens im Urlaub auf die Füße. Denn da willst du dich sicher nicht hinsetzen und arbeiten.

Also, wie erstellst du deinen Content für die Zeit? Am besten am Stück. Nimm dir ein oder zwei Tage Zeit, nimm dir nichts anderes vor und setz dich ran. Zuerst überlegst du dir, welche Beiträge wann auf welchen Kanälen veröffentlicht werden sollen. Dann erstellst du die Inhalte hintereinander weg und speicherst sie direkt in deinen Planungstools ab. Veröffentlichungszeitpunkt wählen. Fertig.

Der Vorteil, wenn du alles direkt am Stück abarbeitest: du bist im Thema und musst dich nicht immer wieder reinfinden. Und du siehst dein Ergebnis: ein dicker Haken auf der To-Do-Liste.

Diese Vorgehensweise empfiehlt sich, wenn du neue Inhalte rausbringen willst, aber auch für das Content-Recycling. Kleiner Praxistipp von mir: Wenn du mit Canva arbeitest, kannst du dir dort ein Set mit Vorlagen erstellen, die du immer wieder einsetzen kannst. Keine Sorge, die Wiederholung fällt nicht auf und stört auch nicht. So hast du immer ein paar Grafiken zur Hand und musst nur noch den kurzen Text dazu verfassen.

 

Keine Lust auf gar nichts? Dann beachte folgenden Tipp.

Daumen runter

Sicher kommt dir das bekannt vor. Gerade war noch Januar und jetzt klopfen deine freien Tage schon laut an die Tür. Häufig ist die Zeit davor extrem hektisch, weil du noch ne Menge vorbereiten musst. Dann auch noch Content vorplanen? Bäh, noch mehr Stress.

Falls du dich entscheidest, dein Break konsequent auch auf Social Media und Co. durchzuziehen, solltest du deine Pause vorher kommunizieren. So wissen deine Follower, warum eine Weile Ruhe herrscht und sind nicht irritiert. Das gleiche gilt für deinen Newsletter. Erzähl ruhig, wohin es geht und was du dir vorgenommen hast. So hast du auch schon einen schönen Aufhänger für die „ich bin zurück“-Mail.

Welcher Weg ist für dein Business der richtige?

Du siehst, es gibt verschiedene Möglichkeiten. Alle haben ihre Vor- und Nachteile. Eigentlich musst du nur abwägen: was stresst dich mehr? Deinen Content vorzuplanen oder der Gedanke daran, ein paar Tage (oder auch länger) weg vom Fenster zu sein?

Eine Pause ist auf Social Media kein Beinbruch. Wichtig ist, dass du dadurch aber nicht den Eindruck erhältst, es sei egal, wie oft und womit du dich meldest. Denn dann schleift sich ganz schnell Unregelmäßigkeit ein und die wird tatsächlich abgestraft. Von den Plattformen und von deinen Interessenten. Denn am Ende gilt: wer nicht gesehen wird, existiert online nicht. Und durch die Menge an täglichem Input verschwindest du ganz fix von der Bildfläche.

Ein letzter Tipp noch von mir: den ganzen Stress kannst du dir ersparen, wenn du deinen Content übers Jahr konsequent planst. So brauchst du dann nicht vor dem Urlaub in Hektik verfallen und Nachtschichten einlegen, sondern kannst die Inhalte für deine Business-Pausen einfach in Ruhe zwischendurch erstellen und für den späteren Einsatz speichern.

Falls du das mit der strategischen Contentplanung übrigens mal vernünftig angehen willst, empfehle ich dir meinen Kurs Content 2 Go. Der hilft dir jetzt direkt vor dem Urlaub zwar nicht, dafür aber langfristig für deine kommenden Auszeiten.

2 Antworten

    1. Hallo Ralf,

      ich denke, da hast du was in den falschen Hals bekommen. Wenn du deine Wortpreise auch auf Stundensatzbasis kalkulierst, den Wert für den Kunden und den Arbeitsaufwand berücksichtigst, ist das natürlich kein Unterschied zum Projektpreis, der bei den meisten Profi-Textern, die ich kenne, Usus ist. Allerdings wirst du sicher auch nicht für 3 – 5 Cent pro Wort schreiben, oder? Genau dagegen richtet sich mein Rant.

      Meine Erfahrung und die vieler anderer ist aber, dass Kunden, die gleich mit Wortpreisen kommen, eben nicht wirklich verstehen, was bei guter Textarbeit dahintersteckt. Kein Wunder, wenn man überall Werbung erhält von Texterbörsen mit minimalen Centbeträgen pro Wort. Natürlich kann ich dann meine Kalkulation auch auf einen Wortpreis runterbrechen, der wird in fast allen Fällen aber meilenweit entfernt von dem liegen, was im Kopf der Anfragenden schwirrt.

      Und: ich bin (aus genau den von dir genannten Gründen) der Meinung, dass eine Abrechnung in Zeiteinheiten genauso abwegig ist. Wenn ich aber einen Projektpreis angebe, ist es egal, ob mir die Scheidung dazwischenplatzt, dann zählt das Ergebnis – egal, wie lange ich dafür brauche.

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Als freie Werbetexterin und Schreib-Coach verhelfe ich Dir mit meinen Texten und meiner Beratung zu mehr Reichweite und Sichtbarkeit.

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