Content-Planung für Blog & Co.

Content Planung für Blog und Co

Content is King. Ich erzähl dir da nichts Neues. 

Du brauchst Content. Für deine Website, für Social Media, der Newsletter will regelmäßig bespielt werden, es nimmt kein Ende. Und ja, es kann nerven.

Denn mal ehrlich? Wer von uns schüttelt locker und regelmäßig bombastische Content-Ideen aus dem Ärmel? Ich jedenfalls nicht. Was hilft, ist Planung, Strategie. Und wann, wenn nicht jetzt, so kurz vor dem Ende des Jahres, ist die beste Zeit, um für 2023 die Segel neu zu setzen und genau das zu machen? Planen – einen Redaktionsplan, Contentplan, nenn es wie du willst, zu erstellen.

In dieser Folge nehme ich dich mit und zeige dir, wie ich für meinen Blog vorgehe und es so schaffe, tatsächlich mindestens alle 14 Tage einen neuen Beitrag, eine neue Podcastfolge und mehr rauszuhauen. Denn ja, die müssen erstellt werden. Zuerst einmal brauche ich aber eine Idee, was jetzt gerade passt und Sinn ergibt.

Also – lass uns loslegen.

Warum du deinen Content planen solltest

Nun, es ist dir natürlich frei überlassen, einfach so ins Blaue zu posten und zu schreiben. Aber dann kommt wahrscheinlich wenig bei raus. Denn “einfach nur posten”, ohne Strategie dahinter, ist ein netter Zeitvertreib. Der dir vielleicht sogar X Follower auf Insta beschert. Nur kaufen wird von denen kaum jemand. Außer, du bist Influencer und dein Content besteht aus regelmäßigen Produktplatzierungen. 

Wenn du das hier liest, gehe ich davon aus, dass dem nicht so ist. Sondern dass du entweder Selbstständig bist und dein Business endlich auf solide Füße stellen möchtest. Oder du bist bei deinem Arbeitgeber für Content zuständig. In beiden Fällen brauchst du einen Plan.

Denn nur wenn du deinen Content, egal ob langfristigen, wie Blog, Newsletter und Co. oder Social Media klug angehst, wird er dir auch die gewünschten Erfolge bringen. 

Was brauchst du für die Content-Planung?

Dein Material

Eigentlich nicht viel. Einen Zettel, einen Stift, eine stabile Internetverbindung und etwas Zeit.

Deine Persona

Zuerst einmal solltest du dir darüber im Klaren sein, wen du überhaupt erreichen willst, wer deine Lieblingskunden sind, also die Leute, mit denen du zusammenarbeiten möchtest. Denn, ich weiß, ich wiederhole mich, versuchst du alle anzusprechen, erreichst du niemanden. 

Wenn du nicht weißt, für wen du die Arbeit machst, kannst du sie dir auch sparen. Denn wie willst du ansprechende Themen finden, wenn du keine Ahnung hast, wer sich dafür interessieren würde? 

Hast du bisher noch keine Buyer Persona, kein Bild von deinen Wunschkunden, dann ist das jetzt direkt deine erste Aufgabe. 

Geh nochmal rein, mach dir klar, für wen du schreibst, was die Sorgen, Ängste, Nöte dieser Person sind. Auf welche Fragen sie Antworten sucht (die du im Idealfall liefern kannst).

Dein Thema

Der zweite Schritt betrifft dich. Wofür willst du stehen? Was ist dein Thema? Ich mach das ja gern an einer eigentlich einfachen, aber dann doch herausfordernden Frage fest: “Wofür möchtest du bekannt werden.” Bei welchem Thema soll bei anderen sofort dein Name im Kopf aufploppen?

Schau da ruhig genauer rein, das ändert sich auch mit der Zeit und wird erst nach und nach klarer. Ich habe Jahre gebraucht, um meine Positionierung zu finden. Um genau die geht es hier. 

Für welches Thema stehst du? Bei mir sind es verkaufsstarke Texte – und ja, in meinen Augen gehört Content eben auch dazu. Was ist es bei dir?

Tu mir bitte einen Gefallen, auch wenn du dich für hunderte Dinge begeistern kannst: Wähle ein Thema. Bespielst du zu viele verschiedene, sehen weder deine Follower durch, noch Suchmaschinen wie Google. Kein Wunder. Für was soll Google deine Seite mit dem Blog denn ranken, wenn da Kochrezepte mit Einrichtungs-Tipps konkurrieren?

wähle ein Dachthema

Einen Plan

Ähm, ja, darum geht es ja hier, oder? 

Ich meine tatsächlich etwas anderes. 

Du brauchst einen Plan, wo und wie du rausgehen willst. Es ist absolut verschwendete Zeit, wenn du versuchst, 5 Social Media Kanäle, Blog, Podcast, Youtube und Co. gleichzeitig zu bespielen. Außer, du willst als Content Creator berühmt werden und deinen Blog oder Instagram-Kanal mittels Werbung monetarisieren. Aber nochmal, das bist du ja nicht und da willst du wahrscheinlich auch nicht hin.

Also wähle deine Kanäle mit Bedacht. Ein Blog ist mega, wenn es darum geht, deinen Expertenstatus aufzubauen und gleichzeitig deine Seite bei Google besser ranken zu lassen. Vorausgesetzt, du wählst deine Themen mit Bedacht.

Podcast und Youtube sind auch klasse für die Reichweite, allerdings musst du da etwas mehr tricksen, um die Leute anschließend auch auf deine Seite und zu deinen Angeboten zu leiten. Und die Beiträge brauchen etwas mehr Zeit, um erstellt zu werden.

In dieser Folge geht es um langfristigen Content, also die Variante, die nicht beim Doom-Scrolling auf Social Media untergeht. Und hier gilt: für den Anfang solltest du dich auf eine Variante konzentrieren. 

Entweder deinen Blog oder Youtube oder den Podcast. Alles andere ist nett und bringt dir vielleicht mehr Sichtbarkeit. Du bist dann aber wahrscheinlich viel zu sehr damit beschäftigt, Content zu erstellen, statt deine Angebote zu bewerben und mit Kunden zu arbeiten. One Step at a time. Ich weiß, wovon ich rede …

Ok, genug der Vorarbeit. Rein in die Planung.

Ideen sammeln und Brainstormen

Nimm dir ein weißes Blatt Papier, ein leeres Google Dokument, irgend etwas, wo du Platz für jede Menge Notizen hast und dann leg los.

Was könnte deine Leser zu deinem Thema interessieren?

Versetze dich in deine Persona, fühl dich in deine Wunschkundin ein. Was ist ihr Problem, das du am Ende löst? Welche Fragen hat sie dazu? Was würde sie googeln, was will sie wissen? 

Ganz ganz wichtig – komm raus aus deinem Experten-Elfenbein-Turm! Denk dich in sie rein. Sie hat keinen Plan von deinem genialen Konzept, von Vata, Pita oder Histaminintoleranz. Sie will wissen, warum sie von Bier Hitzewallungen bekommt und was sie dagegen tun kann. 

Das ist der ewige und ständige Fehler, den ich bei der Contentplanung für Blog & Co. regelmäßig sehe. 

“Ich hab doch so viel zu sagen!!!” 

Ja, das ist fein. Aber interessiert das auch irgendwen da draußen? 

Also nochmal, versetze dich in deine Lieblingskundin. IHRE Fragen und Probleme sind relevant. Nicht das, was du denkst, was gut für sie wäre (denn soweit ist sie noch nicht), sondern das, was sie wirklich sucht. 

Schreib dir alle Fragen auf, die dir in den Sinn kommen. Auch die, die um die Ecke gedacht sind. Wir sammeln erst einmal.

Wonach suchen deine Leser tatsächlich?

Du hast dir selbst Gedanken gemacht – fein. Jetzt machen wir den Realitätscheck und schauen, wonach deine Leser wirklich suchen. 

Dafür gibt es hunderte Möglichkeiten. Ich zeige dir hier zwei, die kostenfrei sind und einfach funktionieren. 

Variante eins: Google . Wenn du die Suche aufrufst und dort die Begriffe eingibst, für die du gefunden werden willst, erhältst du jede Menge Input. Das funktioniert ganz einfach, indem du den jeweiligen Begriff eintippst und nicht sofort auf “Suchen” klickst. Denn dann springt Google ein und ergänzt mit dem, was normalerweise gesucht wird. 

Bingo – das sind reale Suchanfragen. Notiere sie also unbedingt. 

Wenn du dir diese Vorschläge notiert hast, klick die Suche und scrolle nach unten. Dort findest du den Bereich: Nutzer suchen auch. Dort kommen noch ein paar Dinge, die eventuell passen könnten. Im Moment geht es erst einmal ums Brainstorming – also notiere auch die.

Variante zwei: Answerthepublic. Diese Seite ist toll, um Content-Ideen zu bekommen. Leider ist die kostenfreie Variante mittlerweile auf drei Suchen pro Tag limitiert. Aber du kannst dich ja auch Step by Step durcharbeiten. 

Gib hier dein Thema ein oder eine der Beitragsideen, die du schon hast. Passe die Suche auf deinen Standort an, sonst bekommst du Suchergebnisse aus den USA oder Timbuktu, die dir nicht weiterhelfen. Und dann schau zu, wie sich die Magie entfaltet. Answer the public nutzt ebenfalls die üblichen Google-Suchergebnisse, geht aber noch tiefer rein.

Hier findest du jede Menge Fragen rund um dein Thema, die schon gestellt wurden. Such dir die raus, bei denen du denkst, dass sie Blogpost-Potenzial haben. Also Fragen, zu denen du mehr als drei Worte als Antwort schreiben kannst. 

Und dann ab damit auf deinen Ideen-Sammel-Zettel.

Frag nach!

Wie gesagt, da ist dieses Elfenbein-Turm-Problem. Das kannst du ganz einfach auflösen, indem du bei deinen Followern und Wunschkunden nachhakst. 

Ich bin ein Fan von Umfragen. Am besten direkt im Newsletter, denn hier erreichst du die Menschen, die sich offenbar für dein Thema interessieren, sonst hätten sie sich nicht angemeldet. Schicke ihnen eine Mail mit der Bitte, dir ein paar Fragen zu beantworten und gib im Gegenzug ein kleines Dankeschön raus. 

Oder du erzählst im Newsletter, dass du an deiner Content-Planung sitzt und dich über Input freuen würdest. Was wollen sie noch wissen? Welche Infos fehlen ihnen bisher? Die Antworten kommen auch wieder auf den Sammelzettel. 

Alternativ kannst du diese Frage natürlich auch auf Social Media teilen. Ein simpler Beitrag, kurz nochmal angerissen, was dein Hauptthema ist und dann nachfragen, was deine Follower dazu noch wissen wollen. 

Bring Struktur in deine Ideen

Du kannst jetzt natürlich jede dieser Blog-Ideen nach und nach umsetzen. Cleverer ist es, wenn du das Ganze strategisch umsetzt.

Wie das geht? 

Jetzt kommt Zettel Nr. 2, oder ein Programm, mit dem du Mindmaps erstellen kannst. 

Du hast dein Haupt-Thema. Ich nenne das gern Kern-Thema oder Dach-Thema. Da dreht sich bitte dein gesamter Content drum. Bei mir ist es Verkaufen mit Texten für Onlineunternehmerinnen. Bei dir kann es psychische Gesundheit für Hochsensible, entspannter Mama-Alltag mit Schulkind oder Feng Shui für Unternehmensräume sein. Entscheidend ist, dass dein Dach-Thema breit genug und trotzdem spezialisiert ist.

Dieses Thema kommt in die Mitte des Zettels.

Erster Schritt, dein Hauptthema in die Mitte
Ausgangspunkt Dachthema

Die Arbeit mit Clustern

Bei jedem Thema gibt es Unterbereiche. Themengruppen, die zusammenpassen und zu denen du jede Menge zu sagen hättest. Die findest du entweder selbst oder auf der  Liste mit Ideen, die du bisher gesammelt hast. 

Welche dieser Themen passen zusammen? Welche Fragen lassen sich unter einem großen Schirm zusammenfassen?

Der Einfachheit halber nehme ich wieder mein Beispiel. Ein Unterthema bei mir wäre der perfekte Content-Flow für Online-Unternehmerinnen, die ihr Ding (noch) alleine rocken. Das ist im Blog noch nicht da, kommt aber demnächst, versprochen. 

Statt jetzt diverse Beiträge zu schreiben, die sich alle um dieses Thema drehen, sortiere ich mir die Ideen sinnvoll und nutze Sie zuerst für einen ersten, epischen Blogbeitrag. Das ist die Säule, von der ich meine weiteren Themen ableite. Und genau das solltest du auch tun.

Erster Schritt: Unterthemen finden für Pillar-Beiträge

Hier sammel ich alle Infos zum Thema, gebe einen umfänglichen Überblick. Ich erkläre, welche Bausteine für den Business-Start wichtig sind, worauf man verzichten kann. Wie man sich für die richtigen Marketing-Wege entscheidet, es man durch ein wenig Strategie und Disziplin Leichtigkeit in das Thema Sichtbarkeit bekommt.

Wie baut sich so ein Beitrag auf?

Indem ich einfach in meine Themensammlung reinschaue.

  • Was brennt meinen Lieblingskundinnen unter den Nägeln?
  • Was sind ihre Fragen?
  • Wo ist die Schnittmenge?
  • Welche der Fragen drehen sich um ein Hauptproblem? 


Genau die arbeite ich Schritt für Schritt ab. Episch ist der Beitrag allein schon, weil das Eingehen auf viele verschiedene Aspekte Platz braucht. 

Das Beste daran: dieser Beitrag ist dann das Futter für viele weitere.

Denn wenn ich bei jedem Step direkt in die Tiefe gehen würde, steigen mir die Leser irgendwann aus. Wenn ich aber jeden Unterpunkt kurz beschreibe und anreiße, also den Überblick gebe, und dann auf weiterführende Infos verweise, funktioniert das Ganze. 

Wo finden meine Leser später die weiterführenden Infos? In einem weiteren Blogbeitrag. Der sich um dieses eine kleinere konkrete Thema dreht.

Am Beispiel erklärt: Im Pillar-Beitrag zum Content-Flow für Online-Unternehmerinnen, meiner Säule, habe ich einen Unterpunkt, in dem ich die Vorteile eines Blogs fürs Marketing beschreibe. Der Unterpunkt macht zwei bis drei Absätze im Hauptbeitrag aus. Von dort aus verlinke ich aber auf einen weiteren Beitrag, der beim Thema Bloggen fürs Business in die Tiefe geht. 

Contentplanung mit Pillarbeiträgen
Zusammengehörende Themen im Pillar zusammenfassen

nun zu dir: Schau auf deine Themen-Ideen

  • Welche lassen sich für einen epischen Beitrag zusammenfassen? 
  • Welche Fragen gehören thematisch zusammen? 
  • Bei welcher Fragestellung fallen dir sofort mehr als fünf Aspekte ein, die beleuchtet werden sollten? 

 
Das ist dein Pillar. Nimm dieses Thema und bau rund um dieses Ding deine weiteren Beiträge auf.

Die Hauptbeiträge und die Unterbeiträge werden jeweils zueinander verlinkt und schon freuen sich Google und deine Seitenbesucher. Denn es ist ein klares Thema erkennbar, eine Struktur, an der sich Suchmaschine und Leser entlanghangeln können.

Wenn du dir vornimmst, 3 – 4 Pillar-Beiträge pro Jahr zu verfassen, hast du schon Themen für alle Wochen. 

Es kann aber auch sein, dass du einen Pillar immer wieder weiter ergänzt, wenn neue Unterthemen dazukommen. Sei da ruhig offen. Wichtig ist, in deinen Expertenbeiträgen immer beim Hauptthema zu bleiben.

Die persönliche Note

Damit das Ganze kein trockener Expertenblog wird, braucht es noch eine weitere Zutat. Persönliche Beiträge.

Was du da schreiben kannst, ohne dich nackig zu machen, habe ich in einem älteren Beitrag schon einmal erklärt. Also rein da, nachschauen, Ideen aufgreifen und ab damit in deinen Content-Plan.

Oder du holst dir dein Workbook mit 25 Content-Ideen für persönliche Blogbeiträge. 

Keine Sorge, deine Schuhgröße oder deinen Familienstand brauchst du nicht verraten. Persönliche Beiträge sind aber wichtig für den Beziehungsaufbau. Also plane davon auch mehrere übers Jahr. 

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Ich bin Ina.

Als freie Werbetexterin und Schreib-Coach verhelfe ich Dir mit meinen Texten und meiner Beratung zu mehr Reichweite und Sichtbarkeit.

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