Schreibroutinen

Schreibroutinen blogbeitrag

Wie du effektiver schreibst und so regelmäßig veröffentlichst

><noscript><img loading=Das blödeste am Schreiben ist, dass die Kreativität leider nicht pünktlich morgens um acht an der Tür klingelt, sich an den Küchentresen setzt und nach dem ersten Kaffee deine Seiten füllt.

Wenn du regelmäßig Texte veröffentlichen willst oder musst, zum Beispiel, weil du einen Blog für deine Sichtbarkeit pflegst, kann die geforderte Kontinuität ganz schön Druck machen. Was dir dann hilft, sind eine gute Vorbereitung und Schreibroutinen.

Du hörst lieber zu? Hier gehts zur Podcastfolge:

Bevor dein Blogbeitrag oder Artikel online geht, hast du schon jede Menge Arbeit hinter dir. 

Das geht los mit der Themenfindung, dann musst du Fakten recherchieren, damit du nicht irgendwelchen Humbug von dir gibst.

Schließlich geht es ans Schreiben.

Fertig? Noch lange nicht! Es folgen noch das Korrekturlesen, SEO-optimieren, in die Homepage einpflegen, Bilder raussuchen und und und. 

Wenn du alles am Stück erledigen willst, geht schnell ein ganzer Tag drauf. Kein Wunder, wenn mittendrin die Motivation verfliegt und dein Beitrag halbfertig liegen bleibt. Oder dich verlässt schon im Vorfeld der Mut und du verschiebst deinen nächsten Blogbeitrag auf kommende Woche. Und ärgerst dich nach einem halben Jahr, weil seit sechs Monaten nichts mehr online ging.

Die Lösung für dieses Dilemma:

Teile die einzelnen Arbeitsschritte auf und kümmere dich nicht um alles auf einmal

Das geht los mit der Themenfindung und der Recherche für deine Artikel. Beides ist eher Fleißarbeit und ein Frage der Organisation. Es wäre also Verschwendung, kreative Momente dafür zu nutzen.

Wenn der Schreibflow dich dann mal packt und die Worte locker sprudeln, schreibe. Hintereinander weg, einfach runter, ohne auf Zwischenüberschriften zu achten oder schon über Bilder nachzudenken. 

Das darf dann auch gerne in mehr als einem Text enden.  

Wenn ich mich um Podcast oder Blog kümmere, entstehen oft zwei oder mehr Rohfassungen. Diese Rohfassungen speichere ich mir auf dem Desktop für später. Im Dateinamen vermerke ich den Stand der Bearbeitung. So weiß ich gleich, wo mir noch Inhalt fehlt und wo ich nur noch “feinschleifen” muss.

Den anschließenden technischen Part unterteile ich auch. Mir klaut zum Beispiel die Bildbearbeitung immer viel Zeit. Wenn ich Fotos für mehrere Beiträge am Block optimiere, geht es deutlich fixer. 

Der Rest ist dann noch alles, was mit dem Einpflegen und der SEO-Optimierung zu tun hat. Nervt zwar, ist aber auch wichtig. 

Da ich den technischen Teil vom reinen Schreibprozess getrennt habe, kann ich mich diesen Aufgaben auch zu Zeiten widmen, wo meine Kreativität im Garten sitzt und keine Lust hat, reinzukommen.

Oder wenn ich gerade aufgestanden bin.

Vorbereitung von Blogartikeln

Themen sammeln

Hürde Nummer eins ist häufig schon das Thema. Du weißt, am Freitag steht der neue Blogbeitrag an. Aber worum soll es eigentlich gehen? 

Wenn du mit deinem Blog, LinkedIn-Artikeln oder anderen längeren Texten Sichtbarkeit für dein Unternehmen erreichen willst, brauchst du eine Content-Strategie. Du solltest unbedingt Abwechslung in deinen Beiträgen haben, dabei allerdings immer irgendwie bei deinem Grundthema bleiben. 

Das geht am einfachsten, wenn du deine Ideen sammelst. Immer, wenn dir etwas durch den Kopf geistert, was auch mal einen Beitrag verdient hätte, kommt das auf die Liste. 

Wenn eine Kundin eine Frage stellt, die du besser ausführlich beantworten kannst, als mit drei Zeilen auf Social Media – zack, ein neuer Punkt. Schau dir deine älteren Blogbeiträge an. Gibt es dort einen Aspekt, den du nur kurz angerissen hast und in einem eigenen Beitrag ausführlich betrachten kannst? Da, wieder was gefunden. 

Wenn du das nächste Mal grübelst, worüber du denn schreiben könntest, nimmst du dir einfach diese Liste und suchst dir raus, welches Thema dir gerade am ehesten liegt.

meine Themenliste

Recherche erleichtern

Ein guter Artikel lebt vom Inhalt. Nicht alle Fakten oder Informationen wirst du im Hinterkopf parat haben. Kaum einer von uns ist ein wandelndes Lexikon. 

Wie haben wir in der Schule gelernt? Man muss nicht alles wissen, man muss nur wissen, wo es steht.

Wenn du anfängst, deine Fakten und Infos erst zusammen zu suchen, wenn du mit dem Schreiben beginnst, lähmt das oft und die Gefahr der Ablenkung ist hoch. Abgesehen davon geht bei der Recherche die Kreativität meist sofort flöten. Da geht es ja erst einmal um Fakten. 

Daher bietet es sich an, Infos schon vorher an einem zentralen Ort zu sammeln und dann darauf zuzugreifen, wenn du sie wirklich brauchst. 

Wenn du mit einer Themenliste arbeitest, hast du im Hinterkopf, worüber du in Zukunft noch schreiben wolltest. Wenn dir also etwas über den Weg läuft, was zu einem der Punkte passen könnte – wegspeichern.

Ich arbeite mit Evernote, es gibt aber viele andere Varianten und Tools. 

In Evernote habe ich „Ordner“ zu meinen verschiedenen Themen angelegt. Sehe ich etwas, was interessant erscheint, geht das direkt in die Sammlung. Dort eingeordnet wartet der Beitrag geduldig auf seinen Einsatz. 

Klarer Vorteil: ich muss nicht alles vollständig lesen oder mir Notizen machen. Oft sehe ich einen Artikel und merke beim Überfliegen, dass das spannend wäre. Dank Evernote kann ich ihn dann in Ruhe durcharbeiten, wenn ich mich wirklich intensiver mit dem jeweiligen Thema beschäftige. 

Wenn das Thema wirklich abgehandelt ist, lösche ich den Ordner. Sonst wird es irgendwann zu unübersichtlich.

Das Schreiben

Routine hilft

Was ich damit meine? 

Wenn du regelmäßig schreibst, wird es dir mit der Zeit immer leichter fallen. Genau das ist der Hintergrund beim Intuitiven Schreiben (das zeige ich dir weiter unten). 

Irgendwann sitzt du nicht mehr grübelnd über den ersten Zeilen, sondern schreibst auch längere Texte einfach am Stück runter. Die Regelmäßigkeit beim Bloggen ist also nicht nur wichtig für deine Sichtbarkeit. Je länger die Pausen zwischen einzelnen Beiträgen sind, umso mehr wirst du dich quälen, wieder loszulegen.

Bleib konsequent dran

Kümmere dich zuerst um die Projekte oder Texte, die eigentlich Zeit haben, dir aber am Herzen liegen. Und das regelmäßig. Ideal ist zumindest eine Stunde am Tag.

Ansonsten rutschen diese Aufgaben zwangsläufig immer weiter nach hinten. 

Eine Kollegin hat mir einmal einen guten Tipp gegeben. Sie beginnt den Tag immer mit ihrem eigenen Buchprojekt und schreibt hier konsequent die eine Stunde und legt es dann wieder beiseite. So kommt sie kontinuierlich voran, wenn auch in kleineren Schritten. 

Danach folgen die Auftragsarbeiten mit Deadline und für Kunden. Die drücken von sich heraus schon genug, so dass sie nicht einfach aufhört, weil sie jetzt gerade keine Lust mehr hat. 

Du brauchst Struktur

Damit meine ich jetzt nicht die Text-Struktur. Nein, ich meine deine Zeit. 

Ich weiß zum Beispiel, dass ich besser und lockerer schreibe, je später es ist. Mag sein, weil ich eine extreme Eule bin, die nur durch Kind und Schulzeiten zum frühen Aufstehen gezwungen wurde. Es würde für mich also überhaupt keinen Sinn machen, gleich morgens mit dem Schreiben zu beginnen. Da stehen dann eher Editieren, E-Mail-Bearbeitung und Buchhaltung auf dem Programm. 

Beobachte dich selbst, wann es dir leichter fällt, zu schreiben, wann dir Recherche und nach Themen stöbern liegt. Plane deine Tage entsprechend. 

Bist du eher ein Kandidat, der bis auf den letzten Drücker wartet oder gehen die Schotten dicht, sobald Termindruck dazu kommt?

Es macht schon einen Unterschied, ob du unter Stress besser funktionierst (wie ich) oder eben eher in Angst-Starre verfällst. In dem Fall solltest du dir lieber mehr Zeit einplanen. Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn du deinen halbfertigen Text erst einmal zur Seite legst.

Plane dir die Zeiten für die einzelnen Schritte und trage sie als Termin in deinen Kalender ein. Das ist dann dein Date mit deinem Blog.

Kreativität fördern

Schriftsteller nutzen oft kleine Übungen, um ihre Kreativität fit zu halten. 

Das kannst du auch. Eine davon ist das „intuitive Schreiben“. Hierbei nimmst du dir jeden Tag 10 bis 15 Minuten Zeit. Du suchst dir ein beliebiges Wort und beginnst zu schreiben. Gedankenfetzen, Sätze, vielleicht sogar eine Mini-Geschichte. Schreibe alles auf, was dir zu diesem Wort einfällt.

Mit diesen Gedankenspielereien hältst du deine Assoziationskraft aufrecht. Das hilft dir dann auch, wenn es um richtige Themen geht.

Am besten legst du dir ein kleines Heft nur für diese Schreibübungen an. Es ist auch spannend und witzig, später einmal wieder darin rumzustöbern.

Inspiration holen

Fragt man Stephen King nach seiner Empfehlung für besseres Schreiben, kommt: Lesen. Viel, abwechslungsreich, ständig. Und mit dieser Meinung ist er nicht alleine.

Lies!

Bücher, Zeitschriften, Blogbeiträge von anderen, whatever. Lesen bildet. Nebenbei auch deinen Schreibstil.

Achte in Zukunft etwas genauer darauf, wie andere schreiben. Was gefällt dir? Was spricht dich an?

Wo fällt es dir schwer, dranzubleiben? Woran liegt das?

Wenn du mal wieder “hängst” oder an deiner Sprache zweifelst, such dir gute Texte raus und hol dir dort ein paar Anregungen. Nicht kopieren, nur inspirieren lassen.

lesen bildet

Schreibblockaden vermeiden

Die große Panik eines jeden Schriftstellers – die Schreibblockade. Ok, wir sind nicht Stephen King, wir gehen nicht zugrunde, wenn uns ein weißes Blatt Papier anstarrt.

Ich habe mittlerweile festgestellt, dass ich sehr sehr selten eine komplette Blockade habe und gar nicht schreiben kann. Das ist eigentlich nur der Fall, wenn etwas wirklich Schlimmes meine Gedanken viel zu sehr in Anspruch nimmt. 

Häufiger bleibe ich aber im Text hängen und komme nicht weiter. Trick hier: ich lege ihn beiseite, kennzeichne ihn als „noch weiter zu bearbeiten“ und kümmere mich um ein anderes Thema. 

Entweder läuft es dann ein paar Tage später wieder. Oder ich lösche den Entwurf komplett. 

Muss ich ein Thema bearbeiten, weil es ein Kundenauftrag ist, hilft mir oft auch, nochmal über das Thema zu lesen und mir so neuen Input zu holen. 

Was du auf jeden Fall vermeiden solltest – irgendetwas erzwingen. Das bringt nichts und hemmt massiv. Akzeptiere, dass es auch solche Tage gibt und widme dich einem anderen Projekt.

Oder beschäftige dich mit deinem Thema, aber nicht, indem du das weiße Blatt anstarrst, sondern noch einmal in die Recherche einsteigst oder ein lustiges Youtube-Video dazu schaust.

Dein Schreib-Platz

Ja, ich weiß. Das tolle am Bloggen ist, dass das fast von überall aus geht. Wenn dich der Schreibflow packt, kannst du selbst im Garten den Laptop auspacken und loslegen. Hier im Beitrag kümmern wir uns aber gerade um die Momente, wo dieser Flow eher auf sich warten lässt.

Dafür hilft es, wenn du dir einen Platz einrichtest, der dem Schreiben gehört. Er sollte ruhig sein und keine große Ablenkung bieten. Ideal ist natürlich ein Büro oder Arbeitszimmer, eine eigene Schreibecke tut es aber auch. Hauptsache, du kannst dich dort voll auf die Arbeit konzentrieren.

Gerade wenn du dich eher zwingen musst, zu schreiben, ist jede Form von Ablenkung die Hölle.

Mach den Menschen in deiner Umgebung klar, dass du jetzt mal ein, zwei Stunden nicht gestört werden willst. Im Idealfall hast du deine “Schreib-Zeiten” und der Rest weiß dann schon – jetzt besser nicht zutexten.

dein Arbeitsplatz

Fazit

Musst du regelmäßig texten, solltest du dir deine eigenen Schreibroutinen zulegen. Versuche die einzelnen Arbeitsschritte zu trennen. So kannst du kreative Momente auch wirklich zum Schreiben nutzen, statt die Bildgrößen anzupassen.

Schau, wann welche Aufgaben zeitlich am besten passen und setze dir entsprechende Termine. Und keine Angst vorm leeren Blatt. Normalerweise ist das nur ein Zeichen, dass das Thema jetzt gerade nicht so deins ist.

Hast du eigene Routinen, wenn du schreibst?

Was machst du, damit das Bloggen bei dir läuft?

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