Landingpages & Co

Landing page

Seiten, die verkaufen

><noscript><img src=Vielleicht hast du ja auch schon von Landingpages gehört.

Aber was bitte ist das? Was ist anders als bei normalen Seitenformaten? Und vor allem: brauchst du das?

Lieber hören als lesen? Hier ist die Podcastfolge zum Beitrag

Landingpage vs. normale Seite

Eine normale Webseite ist meistens gleich aufgebaut. Du hast deine Startseite, einen Über-Mich-Bereich und dann deine Angebote.

Oben oder an der Seite ist die Navigation, die dich zu weiteren Unterseiten bringt, ganz unten hast du den Footer, der häufig Impressum und Kontakt enthält und dazwischen dann die jeweiligen Seiteninhalte, oft auch mit diversen Links, die zu anderen Inhalten führen. 

Egal ob Startseite oder Blog – das Format ist meistens gleich. Das macht auch Sinn. Schließlich möchtest du, dass deine Seitenbesucher länger auf der Seite bleiben und ein wenig stöbern. Gut für dein Ranking und je mehr der Besucher sieht, umso eher findet er etwas, das ihn interessiert. 

Bei Landingpages ist das anders. Diese Seite hat nur ein Ziel: verkaufen! Oder zumindest zu einer einzelnen Handlung auffordern.

Damit der Besucher nicht abgelenkt wird oder irgendwelchen Links in der Navigation folgt, ist diese normalerweise ausgeblendet. Die einzige Verlinkung ist direkt zur Handlung. 

Auf eine Landingpage kommt ein Besucher, indem er zum Beispiel auf eine Anzeige klickt.

„Du willst mehr über unser neues Wasserbett wissen? Dann klick hier“.

Und zack, findet er sich auf einer toll gestalteten Werbeseite zu Wasserbetten, liest, wie angenehm sie sind, wie toll dieses, und nur dieses Produkt ist und kann von dort aus direkt bestellen. Zu deiner Startseite kommt er von dieser Seite nicht. Es geht wirklich nur um das Angebot.

Aber auch auf der normalen Homepage kannst du mit Landingpages arbeiten. Zum Beispiel, wenn es konkret in dein Angebot geht. Bei WordPress kannst du zum Beispiel bei jeder Seite einzeln einstellen, inwieweit der Kopfbereich inklusive Navigation angezeigt wird. 

Was muss rauf auf die Landingpage?

Eigentlich gar nicht viel.

Zwingend erforderlich ist eigentlich nur dein Angebot inklusive einer Handlungsaufforderung und der Link zum Datenschutz. Es gibt tolle Tools zur Erstellung von Landingpages, die teilweise auch schon klasse Vorlagen liefern. Die vergessen aber diesen Teil gerne. Also achte explizit darauf, dass du diesen Link mit einfügst. Wenn nicht, kann dir das eine Abmahnung einhandeln!

Wie ist eine Landingpage aufgebaut?

Es kommt drauf an. Was willst du mit deiner Landingpage erreichen? Worum geht es? 

Es gibt ganz einfache Landingpages, die gerade mal so viel Inhalt haben, dass du nicht einmal scrollen musst.

Das bietet sich zum Beispiel für deine Newsletter-Anmeldung an oder wenn du einen Freebie rausgibst.

Kurze Landingpages

Eine kurze Landingpage ist aufgebaut wie eine Anzeige. Optisch ansprechend, wenig Text, der dafür aber ganz konkret und klar auf den Punkt bringt, worum es geht und was der folgende Klick dem Kunden bringt. Ein Beispiel findest du hier 😉

Umfangreiche Landingpages

Je umfangreicher oder teurer dein Angebot, umso eher solltest du auf eine längere Landingpage setzen.

Nicht erschrecken, die Dinger können mehrere Seiten umfassen. Aber: auch diese sehr langen Seiten funktionieren wunderbar. Wenn sie richtig aufgebaut und formuliert sind. Und dein Angebot muss natürlich stimmen.

Aufbau einer Landingpage

Headline und Subheadline

Die Hauptüberschrift und Unterüberschrift müssen den Besucher direkt überzeugen.

Die Hauptüberschrift ist kurz und prägnant. Ähnlich wie bei einer Zeitungsüberschrift muss da nicht direkt gleich die komplette Erklärung rein. Dieser Titel soll Aufmerksamkeit ziehen.

Die Subheadline ist etwas länger und erklärt, worum es tatsächlich geht. Denk dran. Beim Verkaufen sollte immer der Nutzwert des Kunden im Vordergrund stehen!

Was also nicht funktionieren wird, ist: „Wasserbetten aus Pirna. Wasserbetten inklusive bundesweiter Anlieferung hier bestellen“.

Ok, da ist ein Mini-Nutzen untergebracht, die Anlieferung. Aber ansonsten schlafen mir die Füße beim Lesen ein.

Besser: „Schlafen wie ein König. Mehr Energie und Wohlbefinden sind nur ein paar Nächte entfernt. Mit deinem neuen Wasserbett.“

Hier gehe ich auf den Nutzen ein.

Was will der Kunde wirklich mit dem Produkt oder Angebot?

Ein Wasserbett mag ja vielleicht auch ein gewisses Prestige-Objekt sein. In erster Linie sind die Dinger aber toll, weil man eben besser drin schläft. Und warum wollen wir alle gut schlafen? Um uns wohlzufühlen und Energie für den nächsten Tag zu tanken. 

Headline und Subheadline kannst du gut in einem Bild mit unterbringen. So bleibt das Auge gleich hängen und es ist klar, worum es geht. Das Bild sollte natürlich zum Thema passen und die Schrift nicht erschlagen.

Wenn du magst, kannst du hier auch direkt schon einen Button mit dem Call to Action unterbringen. So können Kurzentschlossene direkt handeln. Du musst aber nicht. Mehr zum Call to Action erkläre ich weiter unten.

Einleitungstext – das Versprechen

Ok, die Überschriften sind geschafft, jetzt geht es ins Verkaufen. 

Bitte, bitte, bitte fang jetzt nicht direkt mit deinem Angebot an. Ich wiederhole gerne, was ich schon früher gesagt habe. Der Kunde kauft kein Produkt, er will eine Lösung für ein Problem, dass er hat. Dieses Problem musst du rauskitzeln und ansprechen. 

Im Einleitungsteil machst du genau das. Du sprichst erst einmal die Pain Points an.

Bleiben wir mal bei den Wasserbetten.

Hier würde zum Beispiel passen: „Bist du es auch leid, jeden Morgen mit Rückenschmerzen aus dem Bett zu krabbeln? Brauchst du ewig, um wirklich in die Gänge zu kommen? Kannst du Nächte mit erholsamen Schlaf an einer Hand abzählen?“

Gehe auf die Pain Points ein. Überlege genau, was genau der Grund sein könnte, dass der Kunde sich für dein Angebot interessiert. Dass er das tut, zeigt er, indem er ja zumindest schon einmal auf deiner Landingpage gelandet ist. 

Je nach Angebot oder Produkt kann dieser Teil länger oder kürzer sein.

Auch eine Liste mit Fragen passt. Storytelling funktioniert hier ebenfalls. Du kannst zum Beispiel einen Kunden sprechen lassen, der genau die gleichen Probleme wie dein Kunde hatte und ihn erzählen lassen, was ihn genervt hat und was er alles erfolglos probiert hat.

Dein Angebot – die Lösung

JETZT kommt dein Angebot. Aber nicht mit Preis und Produktbeschreibung.

Du hast das Problem deutlich gemacht, jetzt bietest du die Lösung. Du beschreibst, wie sich der Kunde fühlt, wenn er dein Angebot nutzt. Wie geht es im damit?

Es geht um die Benefits, die Vorteile. Fakten kommen später. 

„Mit unseren Wasserbetten schläfst du endlich wieder durch, hast nie mehr kalte Füße und springst jeden Morgen wie ein Flummi aus dem Bett.“

Ok, das war jetzt wieder etwas übertrieben, aber du verstehst, was ich grundsätzlich meine, oder?

Social Proof – Kundenmeinungen

Hast du Kundenmeinungen, Feedback oder andere Stimmen, die du nutzen kannst? Dann baue ein bis zwei direkt hinter deinem Lösungsversprechen ein.

Sie sollen zeigen, dass du nicht nur erzählst, sondern auch wirklich lieferst.

Social proof hilft dir, zu verkaufen

Die Fakten

Na endlich. Da sind sie.

Du hast dem Kunden vor Augen geführt, was du im bieten kannst, jetzt zeigst du, WIE.

Beschreibe, wie dein Coaching genau abläuft, erkläre, welche neue Technik dein Wasserbett anders macht. Hier funktionieren Listen richtig gut und lockern auch gleich mal die Optik auf. Und nein, der Preis ist noch immer uninteressant.

Dein Warum

Wenn du magst und es passt, kannst du jetzt dein Warum einbauen.

Warum hast du dieses Produkt entwickelt? Warum bietest du diese Kurse an? Was treibt dich an?

Ich gehe hier jetzt nicht tiefer auf das Thema ein. Mehr Infos findest du in der entsprechenden Podcastfolge. Nur soviel – Wenn du ein klar formuliertes Warum hast, solltest du es ruhig mit reinnehmen. Es gibt dem Kunden das Gefühl, den Menschen hinter dem Angebot zu sehen und das schafft immer Vorteile.

Wasserbetten gibt es viele. Wenn du aber glaubhaft rüberbringst, dass du die nicht nur verkaufst, weil die ordentlich Gewinn abwerfen, sondern weil du selbst damit deine Rückenprobleme in den Griff bekommen hast und dieses Glück mit anderen Teilen willst, wirkt es gleich sympathischer.

Widerstände auflösen

Es gibt immer Argumente gegen einen Kauf.

Wasserbetten sind teuer. Sie schaukeln. Und wehe eine Schere kommt in die Nähe. Genau diese Bedenken kannst du zerstreuen, wenn du sie direkt ansprichst.

Du kannst einen Abschnitt mit den „häufigsten Fragen“ zusammenstellen. Oder du lässt die Frage als Kundenfrage auftreten und beantwortest sie. 

Hast du noch ein paar Kundenstimmen oder vielleicht sogar ein Zertifikat für dein Produkt? Dann setze sie direkt hinter diese Fragerunde.

Sie sind noch einmal eine Bestätigung, dass dein Produkt tatsächlich gut ist. Je mehr du überzeugen musst, umso mehr Feedback liefere hier. Aber pass auf, dass es nicht ermüdet. Der Kunde soll ja nicht jetzt kurz vor Schluss abspringen.

Die Handlung

Ok, der Kunde hat gesehen, dass du sein Problem erkannt hast, dass du eine Lösung anbietest, wie diese Lösung genau funktioniert. Er weiß, dass seine Bedenken unnötig sind und hat gesehen, dass schon andere glücklich und zufrieden sind. 

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, zur Handlung aufzufordern. Wie genau die aussieht, hängt von deinem Produkt ab. Du kannst direkt zum Kauf auffordern, zur Kontaktaufnahme oder auch zur Anmeldung für eine Warteliste. 

Wichtig ist, dass du es dem Kunden jetzt so einfach wie möglich machst. Ja, da muss ein Button hin der direkt weiterleitet. Oder das interaktive Bestellformular. Oder der Kalender mit Anfragefunktion. Und du solltest auch hier direkt ansprechen.

Was ist mit dem Preis?

Ganz ehrlich? Da streiten sich die Geister.

Hast du ein eher hochpreisiges Produkt, solltest du den Preis wirklich erst zum Schluss bringen, wenn die Argumente dafür gesorgt haben, dass der Kunde nur noch „muss ich haben“ denkt.

Ist dein Preis ein schlagendes Argument, kannst du auch schon früher damit reingehen. Aber trotzdem frühestens bei den Fakten. Immer dran denken – wenn Kunden nur über den Preis kaufen, ist dein Angebot angreifbar. Denn einen Preis unterbieten kann jeder. 

Ich kenne auch viele Landingpages, auf denen gar kein Preis genannt wird, sondern dieser erst nach dem finalen Klick auf der Bestellseite kommt. Auch das ist ok. 

Preise und Rabatte sind nicht entscheidend

Welche Sprache für Landingpages?

Das kann ich in einem Wort beantworten: zielgruppenorientiert. Im Idealfall hast du deine Buyer Persona direkt vor Augen und schreibst direkt für sie. Stell dir vor, du willst genau dieser Martina Mustermann dein Angebot näher bringen. Was würde sie überzeugen?

Wie reißerisch du das ganze formulierst, musst du selbst entscheiden.

Ich bin ein großer Freund von einer Schippe weniger. Kunden sind nicht doof. Sie erkennen, wenn ein Werbeversprechen überzogen ist. Spätestens, wenn dein Produkt es nicht halten kann. Und das endet dann in einem verlorenen Kunden und eventuell noch in schlechten Bewertungen. Das ist ja nun nicht das Ziel.

Also lieber kleinere Brötchen und realistisch bleiben. Nicht zwanzig Kilo in 3 Wochen sondern zwei.

Ansonsten solltest du bei der Sprache bleiben, die zu deinem Unternehmen passt. Wenn du auf deiner Homepage und Social Media immer mega-entspannt rüberkommst, wird eine Landingpage mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ nicht funktionieren. Umgekehrt gilt das gleiche.

Wo kommt der CTA hin?

Auch hier – es gibt kein Geheimrezept. Ganz am Ende auf jeden Fall.

Ob du aber deinen Leser bis zum Schluss langsam hochköcheln möchtest, so dass er schon danach lechzt, endlich „will ich haben“ zu klicken oder alle paar Meter einen Button setzt, ist dir überlassen.

Hier heißt es testen.

Im Idealfall baust du zwei oder mehr Seiten, die ähnlich aufgebaut sind und schaust, welche die beste Conversion-Rate haben, also am ehesten angenommen werden. Und die lässt du dann laufen. 

Wofür kannst du Landingpages einsetzen?

In erster Linie werden Landingpages für dein Verkauf einzelner Angebote oder Produkte genutzt. Ein komplettes Portfolio bekommst du dort nicht unter.

Genau genommen funktionieren sie aber auch in anderen Bereichen ganz gut. Wenn du zum Beispiel Mitarbeiter suchst, kannst du das auch wunderbar über eine Landingpage. Die Inhalte musst du dann natürlich etwas anpassen. Aber die Grundstruktur bleibt die gleiche.

Meine Erfahrung ist, dass Landingpages immer dann gut greifen, wenn du ein einzelnes Produkt oder Angebot bewerben willst. Zum einen kannst du von einer Anzeige direkt dorthin verlinken, ohne die Besucher über deine ganze Homepage zu jagen. Zum anderen kannst du so auch Angebote raushauen, die vielleicht sonst gar nicht in dein Portfolio passen. 

Ok, mal wieder viel viel Input. Aber ich hoffe, du hast einen ersten Überblick.

Wenn du tiefer ins Thema einsteigen möchtest und dir dafür Hilfe von meiner Seite holen willst, lass dich doch einfach auf die Warteliste für meinen Online-Kurs für Landingpages setzen. Dort gehen wir in die ganz konkrete Umsetzung. 

Hast du noch Fragen zum Thema? Dann schreib sie in die Kommentare!

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