Evergreen Content

Evergreen Content

Was genau ist eigentlich Evergreen Content? Wieso spielt er eine Rolle, wenn es um deine Sichtbarkeit geht?

Wo liegt der Unterschied zu Pillar-Beiträgen, Epic Content, Cornerstone-Inhalten und wie sie nicht alle heißen?

Und wie erstellst du so einen Beitrag?

Genau um diese Fragen geht es in diesem Beitrag.

Lieber hören, statt lesen? Dann geht es hier zur Podcastfolge.

Was ist Evergreen Content?

Woran denkst du zuerst, wenn du „Evergreen“ hörst? Marlene Dietrich? Neil Armstrong? 

Der Begriff hat sich zuerst in der Musik etabliert. Er steht für Titel, die die Zeiten überdauern. Und meist auch ihre Schöpfer und die Interpreten. Das liegt daran, dass die Melodien eingängig sind und die Texte heute genauso passen, wie damals.

Beim Evergreen Content sieht das sehr ähnlich aus. So bezeichnet man Beiträge, die genauso zeitlos sind, wie „Lilli Marlen“. 

Beispiele für Evergreen Content

Im Blogbereich erstrecken sich die Möglichkeiten weit. Ratgeberartikel gehören genauso zum Evergreen Content wie Bedienungsanleitungen (how to) oder Reisebeschreibungen

Rezepte, geschichtliche Abhandlungen und Informationssammlungen funktionieren ebenso. Entscheidend ist, dass der Inhalt nicht saisonal, sondern zeitlos ist und auch noch in ein, zwei Jahren interessant sein könnte.

Wie lang ist ein Evergreen Beitrag?

Das hängt ganz vom Thema ab. Ich würde ja immer auf längere Beiträge setzen, da diese sowieso besser performen.

Aber auch ein kürzerer Beitrag, der sehr wertvollen Input gibt, kann durchaus funktionieren.

Wie unterscheiden sich Evergreen Content, Pillar Content, Epic Content & Co?

Was einen Evergreen ausmacht, habe ich dir gerade erklärt. Aber was unterscheidet ihn von anderen Beitragsarten? Oder ist das alles gleich?

Pillar Content

Pillar Content ist etwas anders, denn hier handelt es sich um einen Beitrag, der als Säule für weiteren Content fungiert und durch clevere Verlinkung das Ranking deiner Seite fördert.

Normalerweise ist so ein Pillar-Beitrag aber auch in gewisser Weise ein Evergreen. Denn diese Basis für einen guten Teil deines Blogs sollte ja auch eine ganze Weile Bestand haben, oder?

Beim Pillar-Beitrag ist es nur oft so, dass er nach und nach wächst, wenn du neue Aspekte aufnimmst. Der Evergreen sollte von Anfang an in sich rund sein und nur Ergänzungen erhalten, wenn wirklich etwas Neues dazukommt, dass so vorher nicht bekannt war.

Epic Content

Epic Content trägt schon im Namen, was ihn einzigartig macht: er ist episch.

Lang, wertvoll, und noch ein bisschen länger.

Insofern ist ein epischer Beitrag eigentlich immer ein Evergreen, ein kurzer Evergreen aber nicht episch. Verstanden? 😉

Cornerstone Beiträge

Ein Begriff, der auch immer wieder auftaucht ist der sogenannte Cornerstone-Beitrag.

Das ist ein Beitrag, der eigentlich eher einen Überblick über deine Themen gibt und sie so verbindet.

Er funktioniert ähnlich wie der Pillar Beitrag, den ich aber eher empfehle, da dort die Linkstruktur noch klarer ist und besser funktioniert. 

Warum macht Evergreen Content Sinn?

Das hat mehrere Gründe. Zum einen wertet Google Beiträge, die immer wieder gern von Lesern aufgerufen werden, als wertvoll

Zum anderen sind sie Dauerbrenner, vorausgesetzt natürlich, der Inhalt stimmt. So erhält deine Seite immer und immer wieder Besucher, die dann auch vielleicht den Rest beachten.

Dazu kommt, dass so ein Evergreen auch gern von anderen verlinkt wird. Warum sollten sie nochmal lang und breit auseinandernehmen, was du schon vollumfänglich perfekt abgearbeitet hast?

Last but not least – Evergreen Content ist super, um deinen Expertenstatus zu festigen.

Das funktioniert nicht nur bei Coaching-Angeboten. Selbst wenn du eigentlich Schuhe verkaufst, können Blogbeiträge über die jeweils richtige Pflege einzelner Materialien, ergänzt um ein paar Life Hacks, Wunder wirken und Traffic bringen. 

Wie erstellst du einen Evergreen?

Wähle dein Thema

Zuerst brauchst du ein Thema. Und zwar eins, in dem du dich wirklich gut auskennst. 

Anschließend solltest du schauen, ob es nicht schon jemand anderen gibt, der ausführlich darüber berichtet. Denn dann kannst du dir die Arbeit sparen.

Aber gib nicht zu früh auf. Wenn woanders dein Thema nur angerissen oder von einer Seite beleuchtet wurde, ist da immer noch das Potential für einen Evergreen.

Versuche nur nicht mit Wikipedia zu konkurrieren, da stehen die Chancen schlecht 😉

Recherchiere

Im Anschluss folgt die Recherche.

Überlege dir, welche Fragen Leser zu deinem Thema stellen würden.

Was gehört alles mit da rein? Welche Aspekte werden gerne vergessen? Versuche dich so gut wie möglich in deine Zielgruppe hinein zu versetzen. Die klassische Keyword-Recherche über Google Suggest funktioniert da auch ganz gut. 

Super ist eine Mindmap, in der du einzelne Punkte ableiten kannst und deine Ideen in eine gute Struktur bringst. Damit hast du dann eventuell auch schon einen roten Faden, an dem du dich beim Schreiben entlang hangeln kannst.

Und dann schreib los

Schreibe einen kleinen Einführungstext, in dem klar wird, worum es im Beitrag geht. 

Ansonsten gilt für den Evergreen das gleiche wie immer: Achte auf Struktur. Arbeite mit Zwischenüberschriften. Wenn du viel Inhalt hast, nutze ein Inhaltsverzeichnis gleich am Anfang, um deinen Lesern die Möglichkeit zu geben, direkt zu dem für sie interessanten Part zu springen. 

Gibt es irgendwo weiterführende Grafiken oder tiefergehende Informationen, verlinke diese. Aber suche dir bewusst Quellen, die wahrscheinlich auch dauerhaft Bestand haben. Du willst ja keine broken links produzieren.

Kontrolle nicht vergessen

Ein Evergreen ist zwar zeitlos, muss aber trotzdem regelmäßig überarbeitet werden. Du solltest mindestens einmal im Jahr die Links überprüfen (externe und interne) und den Artikel insgesamt prüfen, ob er noch komplett stimmig ist. 

Google registriert das Aktualisierungsdatum und damit gilt der Beitrag auch weiter als “nicht veraltet”.

Best Practice

Kleiner Tipp am Rande von mir: ein ungewöhnlicher aber sehr erfolgreicher Evergreen ist der Blogbeitrag zur Frage, welche Bildformate aktuell bei Facebook genutzt werden sollten.

Jetzt sagst du vielleicht: wo ist das denn zeitlos? Die Anforderungen ändern sich doch gefühlt jedes Jahr. Und du hast Recht, die Pixelzahlen wechseln tatsächlich, aber der Grundbeitrag – nämlich Bildformate bei Facebook – bleibt gleich. Nur die konkreten Formatvorgaben werden bei Änderungen angepasst.

Also: auch das kann ein Evergreen sein, und sogar ein fantastischer.

Wo kannst das Evergreen-Prinzip noch anwenden?

Evergreen Content funktioniert nicht nur für Blogbeiträge.

Das Prinzip von zeitlosen Inhalten geht auch gut für Social-Media-Beiträge.

Die meisten Profis haben mehrere solche Evergreens, die sie immer wieder in regelmäßigen Abständen rausbringen. Und den wenigsten Followern fällt das auf.

Der Vorteil hierbei: bei der Wiederverwertung musst du dir keine großen Gedanken machen, ob das zeitlich jetzt reinpasst oder eher nicht. Allerdings ist hier die Länge natürlich deutlich kürzer und der Inhalt auch nicht zwingend wertvoll 😉 Besser ist es aber, denn dann bekommst du auch die gewünschte Interaktion.

Ein weiteres Beispiel ist dein Newsletter. Auch hier kannst du gut mit Evergreen Content arbeiten. Im Newsletter geht es ja nicht rein ums Verkaufen.

Kaum jemand aboniert so ein Teil, um ständig Werbung um die Ohren zu kriegen. Auch hier hoffen die Leser auf Mehrwert und den kannst du ihnen damit geben. 

Fazit

Du siehst, es macht absolut Sinn, sich mal ein bisschen intensiver mit diesem Thema zu befassen.

Kurz zusammen gefasst: Evergreen Content ist eine wunderbare Möglichkeit, deinen Expertenstatus zu verbessern, dein Seitenranking nach oben zu heben, neue Leser zu generieren.

Zugegeben, im ersten Schritt macht so ein Evergreen mehr Arbeit als ein kurzer Blogbeitrag zu deiner letzten Radtour. Aber diese Arbeit zahlt sich langfristig aus!

Wie siehts aus? Schreibst du schon solche Beiträge? Oder hast du dich noch nicht angetraut?

Eine Meinung zu “Evergreen Content

  1. Evergrenn Content ist gewiss nicht einfach. Hinsichtlich meines zukünftigen Blogs beschreite ich Neuland, denn zu meinem Thema gibt es noch nichts derartiges. Ursprünglich wollte ich die Überschrift einfach nur “Centaur” nennen, doch das ist zum Teil irreführend, da es diesen Begriff schon gibt, aber aus der Mythologie stammt. Nur handelt mein Blog nicht in der Vergangenheit, sondern in der Zukunft – deshalb die Überschrift ” Die Welt der Centauri” (The World of Centaur). Bin mir da aber noch nicht ganz sicher. Dies unterteilt sich dann wieder in drei Unterthemen.
    Mit anderen Worten: Ich muss höllisch aufpassen, dass ich den Text so wenig wie möglich ändern muss, um mir selbst das Evergreen Content nicht zu vermiesen.

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