Wie Du mit Social Media neue Kunden gewinnst

Social Media als Marketingtool

und was Du dabei beachten musst

Social Media, also Plattformen wie Facebook, Instagram und Twitter, ist in aller Munde. Oft werden sie als DAS Mittel der Wahl genannt, um vor allem jüngere Zielgruppen zu erreichen. Aber stimmt das so? Und was ist bei den einzelnen Kanälen zu beachten? Um genau diese Fragen geht es im folgenden Beitrag.

Was Social Media kann

Die Zahlen sprechen für sich. Facebook wird weltweit von über zwei Milliarden Menschen regelmäßig genutzt. Die eher bildlastige Plattform Instagram bringt es immerhin auf eine Milliarde. 

Infographic: Facebook's Social Media Dominance | Statista You will find more infographics at Statista

Bei diesen Zahlen wird ermittelt, wer mindestens einmal im Monat auf der jeweiligen Plattform aktiv ist. 

Damit sind also nicht nur das Anmelden und Durchlesen von Beiträgen gemeint, sondern es werden tatsächliche Aktivitäten, wie Likes, das Teilen von Beiträgen oder andere Interaktion registriert.

Social Media ist somit eine perfekte Variante, um (potentielle) Kunden da zu erreichen, wo sie ihre Freizeit verbringen.

 Wer für sein Unternehmen mehr Sichtbarkeit anstrebt, hat hier viele Möglichkeiten. 

Richtig angewendet, gibt Social Media Dir aber noch einen weiteren Vorteil: Du trittst in Kontakt mit Deinen Kunden. So kannst Du erfahren, was ihre Wünsche und Bedürfnisse sind und wo noch Verbesserungspotential bei Deinen Angeboten besteht. 

Was Social Media nicht kann

Social Media ist kein Verkaufskanal. Zumindest nicht in erster Linie. Wie der Name schon sagt, geht es um soziale Interaktionen. 

Um es anschaulicher zu machen, passt der Vergleich mit der guten alten Eckkneipe. Stell Dir Deine Kunden vor, wie sie dort mit Freunden sitzen und ihr Glas Wein beim Plausch genießen. Wenn Du als Unternehmer mit an den Tisch kommst und sofort die Verkaufsflyer rausholst, hast Du schon verloren. Kunden wollen in ihrer Freizeit nicht von Werbung gestört werden. 

der Stammtisch mit Freunden
Social Media ist ein bisschen wie der Stammtisch mit Freunden

Setzt Du Dich aber dazu, erzählst ein wenig von Deinem Alltag, von dem was Du tust, wirst Du mit der Zeit in die Runde aufgenommen.

Nach einer Weile ist es dann völlig in Ordnung, auch auf die eigenen Angebote aufmerksam zu machen. Im Idealfall kommen dann sogar die anderen auf Dich zu und bitten um eine Empfehlung.

Anwesenheit alleine reicht nicht

Viele Unternehmen haben das Potential von Social Media erkannt. 

Eine eigene Seite wird eingerichtet, dann folgen ein paar Wochen Beiträge, es passiert nicht viel und man kommt zu der Erkenntnis: das bringt ja gar nichts. 

Falsch! 

Auch hier passt das Stammtisch-Beispiel. Wenn Du dort nur hin und wieder vorbeischaust, Dich kaum an den Gesprächen beteiligst oder persönlich einbringst, wirst Du nicht wirklich wahrgenommen. Das Geheimnis ist Interaktion. 

Seiten, die regelmäßig Beiträge posten, ihren Lesern Mehrwert bieten (indem sie zum Beispiel interessante Informationen teilen) und mit ihnen kommunizieren, erreichen schnell eine größere Reichweite. 

Welche Kanäle für Dein Unternehmen?

Das kommt ganz auf Dein Angebot an. Wichtig ist, dass Du Deine Zielgruppe kennst. 

Facebook ist das soziale Medium mit der größten Reichweite. Insbesondere die Generation 50+ hat den Kanal aktuell für sich entdeckt und nutzt die Möglichkeiten, sich zu informieren und zu vernetzen. Die jüngeren Nutzer wechseln immer mehr zu Instagram und Youtube. Twitter wird vor allem von offiziellen Organisationen, Jugendlichen, Pressevertretern und zur Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Snapchat ist größtenteils bei jungen Leuten beliebt und ist für Erwachsene (als Kommunikationsplattform) derzeit nicht interessant. 

Ein wichtiger Aspekt bei der Auswahl des Kanals ist, wo Du Dich wohlfühlst. Es macht keinen Sinn, ein Account bei Twitter einzurichten, wenn Dir die Plattform insgesamt nicht liegt. 

Kleiner Tipp von mir: Richte Dir (wenn nicht schon vorhanden) ein privates Profil auf den Plattformen ein, die Du in die engere Wahl genommen hast. So lernst Du das Handling kennen und merkst auch schnell, ob die Plattform zu Dir passt. Entscheide Dich dann erst einmal für einen Kanal, maximal zwei. Jedes Medium will anders betreut werden. Lieber einen Auftritt vernünftig gestalten, als in allen Bereichen nur halbherzig vertreten zu sein. 

Facebook und Instagram sind aktuell die Marktführer für die meisten Bereiche. Um hier wirklich Reichweite zu erhalten, musst Du aber entweder wirklich gute Inhalte bieten oder etwas Geld für Anzeigen in die Hand nehmen. 

Das Stichwort ist Mehrwert. Wenn Deine Beiträge auf Interesse stoßen, werden sie auch ohne Werbung automatisch öfter ausgespielt und mehr Nutzern angezeigt. 

Was Du beachten solltest

Social Media kostet Zeit. Aber es gibt ein paar Kniffe, die den Aufwand verringern. 

Erstelle unbedingt einen Medienplan. Hier hälst Du fest, an welchen Tagen welche Beiträge auf welchem Kanal ausgespielt werden sollen. 

Themenplan für Marketingaktivitäten
Planung ist auch bei Social Media alles

Damit Du nicht Gefahr läufst, zuviel Werbung zu posten, empfiehlt sich eine Quote von 80% unwerblichen und 20% werblichen Inhalten. Durch den Medienplan kannst Du Beiträge gut im Voraus erstellen und mit Deinem restlichen Marketing abstimmen. 

Nutze die Möglichkeit bei Facebook, Aktivitäten zeitlich zu planen. Dabei erstellst Du Beiträge „auf Vorrat“ und bestimmst selbst, wann diese automatisch veröffentlicht werden sollen. Für Instagram gibt es vergleichbare externe Programme, die zusätzlich sogar eine grafische Planung zulassen. 

Damit Dein Account authentisch bleibt, solltest Du aber auch unbedingt spontane Beiträge posten.

Stell Dir eine Erinnerung, wann Deine Beiträge veröffentlicht werden und reagiere zeitnah auf Kommentare.

Je schneller Du auf Interaktionen Deiner Leser reagierst, umso besser für Deine Sichtbarkeit. 

Ganz oder gar nicht!

Du willst es probieren? 

Dann überlege Dir im Vorfeld genau, wer sich in Zukunft um die Pflege des jeweiligen Kanals kümmern soll und schaffe dafür Zeit. 

Zwei bis drei Beiträge pro Woche sollten schon erscheinen. Dabei muss es sich aber nicht zwingend immer um wichtige News oder Links zu langen Blogbeiträgen handeln. Unterhaltung wird genauso als Mehrwert wahrgenommen. 

(Ich sage nur cat content – niedliche Bilder von Haustieren ziehen fast immer, Du solltest es nur nicht übertreiben, wenn Du nicht gerade einen Zoofachhandel betreibst)

Es gibt im Laufe des Jahres viele Aufhänger, die man nutzen kann. Gut ist auch immer, wenn Du einen Einblick in Dein Unternehmen gibst. So schaffst Du eine persönliche Ebene und wirst positiver wahrgenommen. 

Hab Geduld. Bei guter Arbeit solltest Du spätestens nach einem halben Jahr erste Erfolge sehen. 

Wichtig ist die Kontinuität. Denn nichts ist schlimmer für Dein Image als ein Facebook-Auftritt, dessen letzter Beitrag ein Jahr zurückliegt. 

Wenn Du das berücksichtigst, steht Deinem Social-Media-Erfolg nichts mehr im Wege!

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