(M)ein Jahresrückblick – personal edition

Da geht noch was

2021 hatte mich gefühlt zurück auf die Bretter geschickt. Große Kunden weggebrochen, schwere private Krise, irgendwie keine Energie und keinen wirklichen Plan. 

Das sollte im neuen Jahr anders werden. Kurzer Spoiler: ja, das wurde es.

Krieg ich das Jahr rekapituliert? Lass uns mal schauen.

Mein Motto für 2022?

Ok, ich hab noch einmal geschaut, was ich damals geschrieben habe:

Das kommende Jahr wird vor allem eine Zeit, genau hinzuschauen, was mir gut tut und was nur Energie raubt, was sich lohnt und was vergebene Liebesmüh ist. Ich habe gelernt, dass ich auf mich aufpassen muss, dass „Augen zu und durch“ nicht immer eine Option ist. 

Ich muss nicht alles bedienen, nicht überall dabei sein. Fokus wird daher ein großes Thema. Sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren und da voll reinzugehen. Klingt grundsätzlich nach einer guten Idee, fällt mir aber oft schwer. Ich bin halt ein Squirrel, mit ständig neuen Ideen und einer enormen Begeisterungsfähigkeit. Da muss ich lernen, besser zu lenken” 

Wow, da bin beim Lesen tatsächlich geflasht, wie sehr das zutraf und wie sehr dieses Jahr genau diese Entwicklung widerspiegelt.

Denn ganz ehrlich? Die Voraussetzungen waren ja nun nicht gerade die besten. Corona hatte uns immer noch im Griff, dann der Krieg in der Ukraine, explodierende Preise, Sorgen hier, Sorgen dort.

Dass ich jetzt am Ende sage: es war ein gutes Jahr, grenzt insofern ein wenig an ein Wunder. Aber keins “von oben”, sondern ein Selbstgemachtes.

Aber lass uns mal reingehen.

Fokus

Hatte ich schon mal erwähnt, dass das ein Riesenproblem für mich ist? 

Ich kann unheimlich strukturiert an Dinge herangehen und für dich die perfekte Strategie entwickeln. Wenn es um meinen eigenen Kram geht, rollen aber immer irgendwie eine Nuss (Squirrel brain) oder ein Ball durch das Blickfeld und ziehen meine Aufmerksamkeit von dem, was eigentlich wichtig ist. 

Durch meine Tochter habe ich erkannt, dass das kein Fehler meinerseits ist, sondern einfach “bauartbedingt”. (Falls es dir ähnlich geht, google mal “ADS bei Erwachsenen”)

Kleiner Fun-Fakt am Rande: andere spiegeln mir immer wieder, dass sie mich als extrem strukturiert und fokussiert wahrnehmen. Früher hab ich mich vor Lachen weggeschmissen. Heute weiß ich, dass es daran liegt, dass ich mich eben durchplanen muss, um nicht im eigenen Chaos zu versinken. Und das hilft dann wieder anderen dabei, sich an diesen Strukturen entlangzuhangeln.

Die ersten sechs Monate

Puh, frag nicht. 

Fokus? Null. Nüsse, Bälle, denen ich hinterher gesprungen bin? Tausende. 

Ich war wieder in dem Modus, den ich super kann, aber hasse: brennende Bälle jonglieren. 

In einem Text-Projekt, das am Anfang toll aussah, aber so gar nicht ging. 

Auf der Suche nach dem perfekten Angebot für meine Leute. Und dabei komplett raus aus meiner Zone of Genius. Mähhh, das ist Mist.

Dazu kam, dass ich einfach noch privat sehr zu tun hatte. Du kennst mein Mantra: persönlich schreiben, aber nicht zu privat. Insofern lass ich das jetzt mal. Aber ja, jeder hat sein Päckchen. Und meins war in den Monaten noch ziemlich schwer.

wie habe ich meinen Fokus gefunden?

Wenn ich jeden einzelnen Schritt, jede Hilfe hier aufschreibe, liest du in 3 Tagen noch. Ich habe in den letzten anderthalb Jahren wahrscheinlich das Gleiche durchlebt, was jeder im Online Business durchmacht. 

Es läuft, Kunden kommen, man möchte allen helfen. Und dann fängt man an, sich aus seiner eigentlichen Zone of Genius zu bewegen. “Aber die wollen das doch!”, “da kann ich doch auch was zu sagen”, “meine Umfrage zeigt, dass genau das gebraucht wird”.  Ja, cool. Aber du kannst nicht alles bedienen und bewegst dich so immer mehr von deinem eigentlichen Thema weg.

Genau das zu begreifen, hat eine Weile gebraucht. 

Ich kann dir unheimlich viel rund ums Online-Business beibringen. Ich bin aber keine Business Mentorin. 

Ich zeig dir gern, wie du ein grenzgeniales Freebie erstellst, bei der Anzeigenoptimierung bin ich aber raus. 

Meine Reels sind cool (sagen andere ;)), ich bin aber kein Insta-Marketing-Guru. 

That’s not my zone of genius. Ich bin die mit den Worten, mit den Texten. DAS ist mein Ding. 

Am treffendsten war die Aussage einer lieben Bekannten, die am Anfang des Jahres meinte: “Ich weiß, dass du richtig gut bist, ich wüsste aber nicht, wofür ich dich wirklich empfehlen sollte.” Bäähm. Das saß. Und das muss sich ändern.

Chaos, Journaling, Auszeit in Aussicht

Wusste ich, wohin die Reise gehen soll? 

Nope. Null. 

Weder im Online Business, noch privat oder irgendwie. Also bin ich den Bällen hinterher gesprungen und hab irgendwie versucht, meinen Weg zu finden. 

Mitte des Jahres war der Punkt erreicht, an dem es allerhöchste Zeit für Ruhe und “in sich gehen” war. 

Was will ich eigentlich? Wofür möchte ich stehen?

Was mir sehr geholfen hat, war die Journaling Challenge bei Monika Frauendorfer. 

Ich und Journaling. Jeden Tag etwas aufschreiben, darüber nachdenken. 30 Tage am Stück. Ich geh mal lachend in den Keller. 

Hier hat es aber funktioniert. Ich habe Tag für Tag, Frage für Frage und Schritt für Schritt mehr Klarheit über mich, mein Business, mein Warum gefunden. Und damit ein glasklares Bild von dem, was ich für die Zukunft will. 

Und genau damit im Hinterkopf bin ich mit meiner Mutsch in Urlaub gefahren.

Auszeit auf Island

Ich kann kaum in Worte fassen, was diese zweieinhalb Wochen mit mir gemacht haben. 

Ich war seit meinem Studium, seit mehr als 20 Jahren, nicht mehr so lange “nicht erreichbar und off”. Genau genommen war das Maximum an freien Tagen am Stück in diesen Jahren vier. Spätestens dann lag wieder etwas ganz Dringendes an Arbeit an. 

Ich wusste, ich brauche dringend eine Pause und hab mir deshalb direkt am Anfang des Jahres den Juli komplett freigehalten. Keine Kurse, kein Workshop, keine Textaufträge. Nichts. 

Und ja, ich war in den Wochen davor wieder auf dem selben Trichter – jetzt passt das nicht, verschieb mal lieber, du musst doch jetzt noch das und das machen … Da dieser Trip aber schon 3 Jahre in der Warteschleife hing und ich auch nicht allein, sondern mit meiner Mutsch unterwegs war, gab es keine Ausreden. 

Es war die beste Entscheidung des Jahres, zu fahren.

Ich hab keine Ahnung warum, aber die Insel hatte mich schon beim ersten Besuch 2012 in ihren Bann gezogen. Wenn ich darüber nachdenke, wo ich mich in 10 Jahren sehe, dann ist es im Campervan dort. Immer noch mit der Homebase hier in Mecklenburg, aber regelmäßig vor Ort.

Unsere Rundreise war für mich Seelen-Hygiene vom Feinsten. Ich, die mit den Worten, kann es nicht in Worte fassen. Und ich lass es hier auch. 

Wenn ich die Zeit finde, wird es eine Extra-Rubrik im Blog geben, an der ich schon arbeite und  wo ich unsere Erlebnisse aufschreibe. (Achtung, das wird big!)

In drei Punkten zusammengefasst:

  • Ich habe zur mir selbst zurück gefunden
  • habe losgelassen, was nicht (mehr) gut tut
  • und gelernt, nach vorn zu schauen. 

Was ich von der Zeit mitnehme?

Ich habe das Gefühl, dort an einem bestimmten Punkt einen Schalter umgelegt zu haben. 

“Ich bin ein neuer Mensch” klingt wahnsinnig pathetisch und nein, das bin ich nicht. Aber ich habe mich verändert, zu mir selbst gefunden und dabei vor allem einen Riesenpacken Ballast abgeworfen. 

Ist jetzt alles gut? 

Noch lange nicht. Aber ich konnte dort ganz viel loslassen. Und wenn es mich doch mal wieder runterzieht, versetze ich mich ganz bewusst in bestimmte Momente dort und fühle mich direkt wieder besser.

Mein Baby erblickt das Licht der Welt

Bevor du kurz stutzt, nein, ich bin nicht nochmal Mama geworden. 😉 Ich rede von meinem Business-Baby. 

Seit zwei Jahren trug ich eine Idee mit mir rum. Eine Homebase, einen Club, nenn es wie du willst, in dem es sich um meine Kundinnen und ihre Business-Texte dreht. Denn ich habe immer wieder erlebt, wie sie 1:1 mit mir gearbeitet haben, an Kursen teilnahmen, begeistert waren. Und dann wieder in ihren alten Trott gefallen sind.

Es muss doch eine Option geben, sie dauerhaft zu unterstützen. Und zwar genau da, wo sie aktuell stehen. Klar geht das 1:1 – aber das ist auf Dauer kostenintensiv für mein Gegenüber und oft braucht es ja gar nicht diese mega-enge Betreuung. 

Im Juli hab ich mich bereit gefühlt, einen Testlauf zu starten, hab das Konzept nur an meine E-Mail-Liste geschickt und abgewartet, ob Interesse besteht. Im August sind wir mit sieben wunderbaren Frauen gestartet. Im Herbst kamen die nächsten dazu. 

Eine Teilnehmerin hat mich im Feedback-Bogen vor ein paar Wochen gefragt, wie denn meine eigene Einschätzung ist. 

Ganz ehrlich? Ich liebe es. 

Das ist gefühlt wie eine Schale mit Walnüssen, die immer wieder aufgefüllt wird. Ich muss nicht mehr suchen und springen. Ich weiß, wo ich meinen Fokus reinlegen darf und das fühlt sich absolut genial an. Denn ich sehe, wie das Konzept, dass vor zwei Jahren in meinem Kopf gereift ist, funktioniert, wie es die Teilnehmerinnen nach vorn bringt, sie am Ball hält. 

Gänsehaut pur.

Kraft-Orte wohin man blickt

das Ding mit den Reels

Vor drei Jahren hätte mich niemand freiwillig vor eine Kamera gebracht. Das hat sich mit den Online-Kursen mittlerweile völlig entspannt. 

Aber TikTok-Style? Reels? Was soll ich denn bitte zum Thema “Texten und Verkaufen” tanzen?

Dass ich mich doch auf das Experiment eingelassen habe, verdanke ich Judith vom Netzwerk Seenplatte. (Solltest du hier im schönsten Bundesland leben, unbedingt reinschauen!). In einem Tages-Workshop hat sie uns gezeigt, wie einfach das Erstellen geht und dass es eben nicht um die tollsten Dance-Moves geht. Also ran da, ausprobieren und hey – das macht echt Spaß.

Mittlerweile nutze ich Reels regelmäßig auf Instagram. Sie bringen mir definitiv Sichtbarkeit bei Leuten, die mich sonst nie auf dem Schirm hätten. Und ich kann meinen inneren Clown damit glücklich machen. Denn wer mich kennt, weiß, dass ich Humor liebe, vor allem, wenn ich mich selbst dabei ein wenig auf die Schippe nehmen kann. 

Und ein bisschen stolz bin ich auch. Das Reel mit den meisten Aufrufen ist kein Cat-Content, sondern hat einen klaren Bezug zu meinem Thema und ist trotzdem mehrere tausend Male aufgerufen worden. So geht Reichweite außerhalb der eigenen Bubble.

Das ist übrigens auch mein Tipp an dich. 

Hast du Lust darauf? Machen! 

Wichtig ist, dass du nicht irgendwelchen Trends für Reichweite hinterherläufst, sondern irgendwie immer den Bogen zu deinem Kernthema schlägst.

Mentoring

2022 war mein zweites Jahr als Mentorin in Sigruns Programmen. 

Ich mein, das ist schon ne coole Sache. Vor gefühlt noch gar nicht so langer Zeit habe ich selbst mit ihrer Hilfe Schwimmen gelernt, in dem großen Online-Haifisch-Becken (ich übertreibe, das ist es so überhaupt nicht). Und nun bin ich diejenige, die andere dabei unterstützt, genau den gleichen Weg zu gehen und dabei das Beste für sich herauszuholen. 

Lerne ich dabei noch dazu? Aber hallo!

In diesem Jahr habe ich mich endlich mal an das Thema “Funnel” herangetraut und bezahlten Anzeigen einen wirkliche Chance gegeben. Und hey, auf einmal läuft das.

Und ich lerne täglich dazu, weil die Frauen (und Männer) in ihren Programmen ja auch die sind, die für mich als Kundinnen in Frage kommen. Die perfekte Art, seine Buyer Persona kennenzulernen.

Kann ich Sigrun und ihre Art zu lehren empfehlen? Absolut. 

Wenn du zu denen gehörst, die jemanden brauchen, der sie an die Hand nimmt aber auch mal den Tritt in den Herzallerwertesten gibt und wenn du bereit bist, wirklich “all in” zu gehen. 

Ihr Style ist nicht für jeden, für mich aber perfekt.

Ich habe mich gefunden

Die letzten Jahre waren eine krasse Selbstfindungsphase. Mag am Alter liegen, hat aber sicher auch mit meinem Lebensweg und den Umständen drumrum zu tun. 

Auch wenn es nicht so wirken mag, war ich oft zerfressen von Selbstzweifeln, Minderwertigkeitsgefühlen, Angst und Unsicherheit. Imposter war mein zweiter Vorname. Das Ergebnis – ich habe mich irgendwie immer an meine Umwelt angepasst, hab versucht, den Wünschen anderer zu entsprechen und zu funktionieren. Egal ob privat oder im Job. 

Das hat sich geändert. Ich habe mich selbst in den letzten Monaten richtig gut kennen- und annehmen gelernt. Ich weiß um meine Stärken, aber auch um meine Schwächen. Ich weiß, woher sie kommen und wie ich mein Leben so gestalte, dass sie ihren Platz finden, ohne mir in die Quere zu kommen. 

Deshalb würde ich im Nachgang diesem Jahr mehr Begriffe zuordnen.

Fokus, Selbsterkenntnis und Wachstum.

Fokus

Ich habe meinen Fokus gefunden. Ich bin “die mit den Texten”. Meine Bekannte überlegt mittlerweile nicht mehr, wofür ich stehe. Bei mir geht es ums Verkaufen mit Worten, nicht mehr und nicht weniger. 

Ja, da sind noch ganz viele Wallnüsse draußen, denen ich hinterher springen könnte. Aber nein. Das Feld, das ich bediene, ist schon groß genug. Insofern wird es im kommenden Jahr den Text and Sell Club geben und ein paar Extras. Aber nicht noch X andere Sachen. 

Ich war lange der Meinung, ich müsste meiner “Lieblingskundin” ja erst einmal erklären, warum sie denn richtig gute Texte braucht. Aber das ist Quatsch. Meine Lieblingskundinnen wissen das selbst schon ganz genau.

Love you mum

Selbsterkenntnis

Ich weiß mittlerweile, wo meine Stärken liegen und wo meine Schwächen. 

Ich bin sau-gut mit Worten (f** of Imposter ;)) 

Es gibt einen Grund, warum ich mich für diesen Job beim Sprung in die Selbstständigkeit entschieden habe. “Was kannst du richtig gut?”. Genau das.

Was mich darin bestärkt? Wenn ich ewig an Kundentexten rumfeile, zitternd auf die Feedback-Schleife warte und dann nur ein “Wow, genial” zurückkommt. 

Woran das liegt? 

Vielleicht an meinem besonderen Human Design Profil 😉 (Für die Aus-Kenner: Reflektor 6/3). Oder einfach nur an der Fähigkeit, mich gut in andere hineinzuversetzen, gepaart mit einer Riesen-Portion Lebenserfahrung.

Und noch eine wirkliche Stärke: ich bin extrem pragmatisch. Statt zu jammern, warum jetzt irgendwas schiefgelaufen ist, suche ich schon nach Lösungen. Bei mir und bei meinen Kunden. Rückschau ist wichtig, um voranzukommen. Wenn die Hütte aber gerade brennt (oder sich einfach zu wenig Leute für deinen Workshop angemeldet haben), gilt es Lösungen zu finden, statt Schuldige.

Schwächen? Ich bin eine katastrophale Freundin. Ich bin die, die sich nach drei Monaten mal meldet und fragt, ob wir uns mal wieder sehen können, oder auch erst nach einem halben Jahr. 

Ist nicht bös gemeint, ich bin einfach in dem Bereich ne absolute Niete. Heißt nicht, dass ich dich nicht wertschätze, aber da rollen ständig diese Bälle und Haselnüsse durch die Gegend, die mich ablenken. Es gibt einen Grund, warum Eichhörnchen selten Mitbewohner sind 😉

Ich bin unheimlich wissensdurstig und an ganz vielen Dingen interessiert. 

Klingt nicht nach ner Schwäche? Dann geb ich dir mal ein Beispiel. 

Wenn ich Serien oder Filme schaue, läuft bei mir im Hintergrund immer das System der Heldenreise ab und ich checke beim Zusehen, wie sie umgesetzt wurde. Und ja, lass dazu auch Kommentare. Oder ich kommentiere, weil das, was da gerade gezeigt wird, ja so null logisch ist. 

Nervt das? Wahrscheinlich 😉

Wachstum

Ich habe gelernt, meine Prioritäten zu setzen und auch zu kommunizieren. Habe gemerkt, dass Arbeit nicht alles ist, ich meine aber liebe und das völlig ok ist. Dass meine Familie meine Homebase ist, wie wertvoll das eigentlich ist und dass ich mir dafür Zeit nehmen darf. 

 

Meine Base

Damit komme ich zu einem Punkt, der für mich eine immer stärkere Rolle spielt. Wachstum geht nur, wenn du eine vernünftige Basis hast. Umso dankbarer bin ich für meine. Mein Netz, das mich auffängt, wenn ich zu hoch springe und das Seil nicht erwische und das mich anschließend mit Schmackes wieder nach oben katapultiert, auf zum nächsten Versuch.

Meine Familie

Wir sind ein ziemlich verquerer Haufen und entsprechen wahrscheinlich nicht dem typischen Bild. 

Meine Mum treibt mich regelmäßig an den Rande des Wahnsinns, wenn sie wieder eine neue Doku auf Youtube zu irgendwelchen politischen Konflikten gesehen hat und sich dazu austauschen will. Prinzipiell spannend, aber mein Kopf ist eh schon so voll. Ich liebe sie aber trotzdem und ich hätte mir keine bessere Begleitung auf unserem Roadtrip durch Island wünschen können. 

Mein Dad steht immer wieder mitten im wichtigen Zoom-Call in der Tür und will den Hund abholen oder draußen Rasen mähen, obwohl ich gesagt hab, dass ich heute nicht gestört werden will. Mittlerweile hab ich verstanden, dass das nicht aussagen soll, ich sei keine gute Hundemutti oder unfähig, das Grünzeug in Zaum zu halten. Er möchte nur helfen. (Und ist nebenbei vernarrt in das Hundetier).

Meine Tochter ist 22, anstatt sie betrunken im Straßengraben aufzusammeln, freu mich mich ein Loch in den Bauch, wenn sie sich zu uns an die Feuerschale gesellt. Die letzten Jahre waren hart, das, was mittlerweile zwischen uns entstanden ist, ist für mich mehr als Gold wert. 

Freunde – ich sag ja, ich bin eine Katastrophe, wenn es darum geht, die wichtigsten sozialen Bindungen zu halten. Umso dankbarer bin ich für die Menschen, die in meinem Leben eine wichtige Rolle spielen. Wenn du das liest, weißt du, dass auch du gemeint bist.

 

die Online-Welt

Wie oft höre ich: “du arbeitest Selbstständig im Homeoffice? Da vereinsamst du doch total.” 

Sorry, das tu ich so gar nicht. Ich habe in den letzten Jahren hier so wertvolle und tolle Menschen kennengelernt. Manche hab ich bis heute noch nie im echten Leben getroffen und trotzdem sind sie treue Wegbegleiter und auch ein entscheidender Teil des Netzes, von dem ich gerade gesprochen habe. 

Anne

Unser erstes virtuelles Treffen in einer Mastermind war das pure Desaster. Ich dachte nur “puh, was ist das denn für ne abgehobene Zicke”. Umgekehrt – keine Ahnung. Wir haben uns wieder getroffen und “es hat Zoom gemacht”. Anne ist mein Buddy, in jeder Hinsicht. Ihr bin ich vor allem dankbar, weil sie sich immer wieder hinstellt und dieses kleine fiese Imposter-Männchen von meiner Schulter schnippt. Mit Leichtigkeit.

Kerstin

Wir haben uns im Rahmen von Sigruns Programmen kennengelernt. Zuerst war sie Teilnehmerin und ich Mentorin, mittlerweile ist sie selbst seit langer Zeit dabei. Und ebenfalls ein wundervoller Buddy, nicht nur im Business, sondern auch außerhalb. Was uns verbindet? Der Wille, andere nach vorn zu bringen und selbst voranzukommen.

Natalie

Da fällt es selbst mir als Texterin schon wieder schwer, die richtigen Worte zu finden. Natalie ist weder mein Coach, noch der klassische Buddy. Als ich vor gut zwei Jahren heulend meinen großen Launch abgebrochen hab, weil ich von einem Tag auf den anderen vor den Scherben meiner Beziehung stand, hat sie mich aufgefangen und mir geholfen, die wochenlange Arbeit noch irgendwie zu retten. Jedes Mal, wenn ich zweifle, kommen unheimlich wertvolle Impulse von ihr, die mich wieder on track bringen.

Haben wir uns schon mal “in echt” gesehen? Nein. (Ok, Kerstin und ich kennen uns mittlerweile “real life”). Trotzdem wage ich zu behaupten, dass meine “Buddies” mich kennen und umgekehrt. Und das sind nicht die einzigen 🙂

Freunde

Fanny, Daniel, Tosten, Melli, Anne, Conzi, Tommy, Dani, Jette, Katja, Else, Pina, Oli, Norman, ich kann hier nicht alle nennen. Und ja, auch Lena. Danke, dass ihr so geduldig mit mir wart im letzten Jahr. Dass ihr trotzdem da wart. Ich weiß es sehr zu schätzen, auch wenn ich es nicht immer so zeige.

All das ist wertvoll und ich möchte mehr darauf achten, es zu pflegen. 

Don't forget the real life

Mein Motto für das kommende Jahr?

Dieses Mal muss ich nicht lange nachdenken. 

In Hinsicht aufs Business: “unstoppable” – nicht aufzuhalten. 

Dieser Song von Sia lief im Radio, als ich nach drei Tagen auf Island begriffen habe, dass ich wirklich mal frei habe, frei bin. Und ich hab geheult wie ein Schlosshund. Der Titel ist mittlerweile fester Bestandteil meiner Playlist und ich mache ihn jedes Mal an, wenn sich die Selbstzweifel wieder reinschleichen. 

Ich weiß, wer ich bin, ich weiß, was ich kann und was nicht. 

Vor allem aber, ich weiß, was ich will. Und ich bremse mich nicht mehr selbst aus dabei.

Ansonsten? 

Immer noch Fokus. 

Fokus auf das, was mir gut tut, was wirklich wichtig ist. Da dürfen sich die Grenzen auch wieder etwas verschieben. Weg von: 24/7 zu mehr Zeit für mich und die Menschen, die mir wichtig sind. 

In diesem Jahr hat es das gebraucht, Fokus aufs Business, um wieder in die Spur zu kommen. Aber die hab ich jetzt. 

Was kommt?

Wenn du bis hierher gelesen hast: Glückwunsch 😉 Denn dieser Rückblick ist nicht das klassische “Erfolg 1, Erfolg 2, Erfolg 3 und so gehts weiter”. 

Er ist persönlich. Und das fühlt sich für mich sehr ok an.

Wie geht’s bei mir weiter?

Im letzten Jahr habe ich endlich meinen Weg gefunden. Und ich werde ihn erst einmal genauso weitergehen. 

Podcast und Blog werden wöchentlich gepflegt, ich werde weiter für Kunden schreiben – mit dem Vorteil, mir mittlerweile aussuchen zu können, wo es passt und wo nicht. 

Mein Fokus liegt weiter auf meinem Baby – dem Business Content Circle, der ab Januar Text and Sell Club heißen wird. Schluss mit Workshop hier, Angebot da. 

Klar bin ich immer noch für dich da, wenn du Texte brauchst oder eine 1:1-Beratung. 

Alles andere wird aber im oder rund um den Club stattfinden. Im Februar zum Beispiel mit der “Sales Page Queen”, einem Kurs in dem ich dir in vier Wochen beibringe, wie du  Sales Pages schreibst, die wirklich abholen und verkaufen. 

Und das ist erst der Anfang.

Mein Fazit des Jahres

Das Jahr war geprägt von viel Arbeit. Ja. Die sich aber gelohnt hat.

Allgemeine Wirtschaftskrise gemeistert? Bis hier in ganz gut. 

Als Texterin weiter am Start, obwohl lustige KI-Programme den Markt aufmischen? Check.

Im Online-Bereich wieder den Fokus finden? Double Check.

Wenn ich eines in diesem Jahr gewonnen habe, dann das: ganz viel Klarheit. Wer ich bin, was ich anbieten will, wo ich Grenzen setze, was wirklich wichtig ist im Leben. 

Ich habe meinen Fokus gefunden und möchte ihn auch unbedingt weiter behalten.

Im neuen Jahr darf es bitte so weitergehen. 

Mit einem kleinen, feinen Unterschied – wieder mehr Zeit und Energie für das, was eben auch wichtig ist: Freunde, Familie, das Leben da draußen. 

Der erste Schritt dahin? Im Sommer wieder einen Monat frei zu planen.

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