5 Marketing-Tipps, die wenig kosten, Dir aber viel bringen

marketing einfach

Wie Du auch ohne großes Budget Dein Unternehmen nach vorne bringst

Wenn es einen großen Vorteil durch Internet und Co gibt, dann sind es die Umbrüche in der Marketing-Landschaft.

 Noch vor 20 Jahren hat der Umfang des Werbebudgets entschieden, ob man bei den Großen mitspielen konnte. 

Und auch heute höre ich noch oft: Wir würden ja gerne mehr machen, dafür fehlt aber das Geld. 

 Nonsens! 

 Mit den folgenden fünf Tipps kannst Du ohne viel Aufwand potentielle Kunden erreichen und von Deinem Angebot begeistern.

1. Sei einzigartig!

Zugegeben, dieser Satz klingt abgedroschen. Allerdings ist Einzigartigkeit eine der wichtigsten Eigenschaften, um Dein Geschäft voran zu bringen. 

Das bedeutet nicht, dass Deine Produkte oder Angebote völlig anders und neu sein müssen. Es geht vielmehr darum, Deinem Unternehmen und den Produkten einen Charakter zu geben. 

Bevor Du Dir also über irgendwelche Marketing-Maßnahmen Gedanken machst, sollte diese Frage immer der erste Schritt sein: 

Warum sollten Kunden gerade bei Dir kaufen? 

Was unterscheidet Dich, macht Dich einzigartig? 

Wenn Du das weißt und klar vor Augen hast, hilft es, Dein Marketing effektiver zu machen.

2. Finde Deine Zielgruppe!

Ungezieltes Marketing ist, wie Brotkrumen ins Meer zu werfen. Vielleicht sind gerade ein paar Fische in der Nähe zum Anfüttern, vielleicht aber auch nicht. 

Wenn man Pech hat, sind da zwar Fische, die mögen aber lieber Mückenlarven und ignorieren Deine vegetarischen Leckereien. 

Gerade mit wenig Budget solltest Du Dir ganz genau überlegen, wen Du erreichen möchtest. Gehe nicht in erster Linie danach, wo es das meiste zu verdienen gibt. Schau Dir lieber an, wem Du mit Deinem Angebot am besten helfen kannst, wer den größten Bedarf hat. Und die sprich dann an! 

Als KFZ-Werkstatt sind auf den ersten Blick natürlich Kunden mit hochpreisigen Fahrzeugen am interessantesten. Wer viel für sein Auto zahlt, ist meistens auch bereit, ordentlich Geld für die Wartung in die Hand zu nehmen. Allerdings werden diese Kunden wohl eher bei der bekannten Vertragswerkstatt bleiben. 

Schaffst Du es hingegen, Dir einen Ruf als Bastler für hoffnungslose Fälle aufzubauen, idealerweise auch online, werden Kunden nach Dir suchen und nicht umgekehrt.

Und sie übernehmen in den sozialen Medien gleich die Werbung mit.

Mann mit Guckrohr sucht etwas
Deine perfekte Zielgruppe zu finden, ist gar nicht so einfach

3. Sei authentisch!

Bleiben wir beim Werkstatt-Beispiel. Du kannst viel Geld für eine neue Website in die Hand nehmen, top-designt nach den angesagtesten Style-Trends und mit schicken Bildern der Mitarbeiter im neuen Firmenoutfit – Trendfarbe Sonnengelb. 

Oder Du baust auf Deiner vorhandenen Seite einen Blog ein, auf dem Du regelmäßig Tipps zur Wartung und Pflege gibst. Die Texte sind in einfachen und klaren Worten verfasst, so wie in der Werkstatt selbst geredet wird. Daneben vielleicht noch ein Foto von Dir in Schrauber-Montur. 

Was denkst Du, bringt mehr? 

Keiner erwartet Hochglanz-Perfektion, wir sind alles nur Menschen. Ja, auch Deine Kunden. 

Natürlich sollte Dein Produkt oder Deine Dienstleistung einwandfrei sein. 

Aber darüber hinaus ist Authentizität am wichtigsten. Richte Dich nicht nach Trends oder kurzlebiger Mode. 

Ecken und Kanten sind ok. Die macht Dich aus, wiedererkennbar und einzigartig. 

Versuche nicht, einer Rolle zu entsprechen. Keiner mag Mogelpackungen und Kunden sind klug. 

Sie merken, wenn etwas nicht zusammenpasst.

4. Nutze Soziale Medien, aber richtig!

„Wir müssen auf Facebook“ – Dieser Satz klingt immer wieder durch Unternehmensflure. 

Dann wird schnell eine Seite erstellt, ein Azubi zur Beitragspflege verdonnert, die laufenden Werbeanzeigen werden geteilt. Irgendwann schläft das Ganze ein. 

Ergebnis: Null. 

Soziale Medien wie Facebook und Instagram können viel erreichen – wenn Du im Hinterkopf behältst, wozu sie eigentlich da sind. Die Meisten nutzen Soziale Medien privat und wollen dort alles, aber nicht mit Werbung bombardiert werden. Sie sind auf der Suche nach Abwechslung und Unterhaltung. 

Wenn Du Social Media für Dein Unternehmen nutzen willst, solltest Du genau das im Hinterkopf behalten. Als Richtwert kannst Du Dir merken: 80% allgemeine und persönliche Inhalte (das kann z. B. ein Blick hinter die Kulissen sein oder ein Beitrag über den neuen Azubi) und maximal 20% Werbendes. 

Im Idealfall verpackst Du Werbung auch noch so, dass sie nicht direkt ins Auge springt. Bietest Du Deinen Followern regelmäßig interessante Inhalte und News, wird Dir keiner übelnehmen, wenn Du zwischendurch auf auf Deine laufende Rabattaktion aufmerksam machst. 

Bespiele nur die Kanäle, die Du auch selber nutzen würdest. Und das regelmäßig. 

Oder übergib die Pflege jemanden, der das für Dich tut. Alles andere funktioniert nicht. 

Nichts ist schlimmer, als halbherzig gepflegte Accounts, die vor drei Jahren das letzte Update hatten. 

Dann lieber löschen.

Social Media Startbildschirm
Facebook & Co. sind fantastische Marketingtools

5. Vergiss offline nicht!

So verlockend das Internet mit all seinen Möglichkeiten zur Reichweitensteigerung sein mag, solltest Du klassische Medien nicht vergessen. Die Leute lesen Zeitung, auch heute noch. Und selbst wenn regelmäßig das Wort „Lügenpresse“ durch die Lande geistert, ist das Vertrauen in den althergebrachten Journalismus weiterhin hoch. 

Wie schafft man es aus der Werbe-Ecke in den redaktionellen Teil? 

Zeitungsreporter haben viel zu tun, sind aber immer auf der Suche nach einer Story. Das bedeutet: Hast Du eine gute Geschichte anzubieten, ist die Chance hoch, dass sie von der Presse aufgenommen wird. 

Keine Angst – dafür musst Du nicht ins Dschungelcamp gehen. Gerade für Lokalredaktionen oder branchenspezifische Zeitschriften können auch eigentlich kleine Themen interessant sein. 

Beispiel gefällig? 

Statt eine Mini-Annonce im Lokalanzeiger für viel Geld zu buchen, habe ich eine passende Pressemitteilung für eine lokale Band geschrieben. So gab es für ihre Veranstaltung fast eine halbe Seite Platz im Redaktionsteil, kostenfrei. 

Schreiben kannst Du solche Pressemitteilungen selbst. Du musst nur ein paar Regeln beachten. 

Welche genau, erkläre ich Dir hier

Oder Du überlässt das Schreiben einem Profi. Der hilft Dir zusätzlich einzuschätzen, was eine Meldung wert ist und was nicht. Der muss zwar auch bezahlt werden, kostet aber meist deutlich weniger als eine Anzeige. Und er kümmert sich im Idealfall auch gleich um die Verbreitung der Meldung.

Zeitungen sind immer noch ein wichtiges Medium
Zeitungen werden auch heute noch als sehr seriös wahrgenommen – nutze das!

Fazit

Kunden möchten nicht mit Werbung bombardiert werden. Es gibt mittlerweile genug Optionen dem klassischen Marketing aus dem Weg zu gehen. 

Durch die Reichweite des Internets und den direkten Austausch mit (potentiellen) Kunden haben auch kleine Unternehmen gute Chancen, über eine persönliche und authentische Ansprache wahrgenommen zu werden. Das geht zwar mit kleinem Budget, aber nicht ohne Konzept und klare Linie. 

In den kommenden Wochen gebe ich hier ein paar Insights von meiner Arbeit, die Dir bei Deiner Planung und Ideenfindung helfen können.

Du musst also nicht viel Geld in die Hand nehmen. Von alleine geht es aber nicht. Du brauchst Zeit und Geduld. Es lohnt sich aber, versprochen.

Und wenn man erstmal verstanden hat, wie es funktioniert, macht es auch noch Spaß!

Also dran bleiben!

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