Elbi-ABC

zwei Kletterer im Elbi

Besonderheiten beim Klettern in der Sächsischen Schweiz

Ja, ich war schon mal da, und ja, ich würde jederzeit wieder meine Sachen ins Auto werfen und sofort ins Elbi.

Hinter Pirna über die Landstraße, der erste Blick auf die Tafelberge und da ist ganz viel Glücksgefühl …

Ein paar Einblicke in die örtlichen Gegebenheiten durfte ich bereits sammeln. Die gebe ich hier natürlich gern weiter. Wo es die weltbeste Eierschecke gibt, bleibt aber mein Geheimnis und wird nicht verraten 😉

Abseilöse

Eine auf den meisten Gipfeln befindliche Metallöse, gerne auch größeren Ausmaßes, die zum Abseilen dient. Ist sie auf Anhieb nicht zu finden – suchen! Gerne ist sie so platziert, dass ihr Erreichen auch schon wieder Schwindelfreiheit und gewisse Kletterkünste erfordert. 

Wichtig beim Abseilen in Mehrseillängen: Erkundige dich vorher, wo genau die nächste Abseile unterwegs ist. Es sind schon erfahrene Kletterer gestürzt, weil sie den Zwischenstopp verpasst haben (und die Seilenden nicht gesichert waren).

Bandschlinge

Unerlässliches Sicherungsmaterial. Mit ihrer Hilfe werden hier Sanduhren gefädelt, Knoten in Spalten geklemmt und in allen möglichen anderen Formen Sicherungspunkte gebastelt. Alternativ lassen sich aus ihnen mit etwas Kreativität Sitzmöbel, Wäscheleinen und andere nützliche Helferlein basteln. 

Im Gegensatz zu vielen anderen Klettergebieten gilt im Elbi die Regel – je pelziger und abgeranzter die Bandschlinge aussieht (ok, halten sollte sie noch), umso besser, da sie sich so schön im rauen Sandstein verhakeln. 

Auf dem Bild siehst du keine Bandschlinge – so sieht sie im Idealfall aber aus 🙂

wuschelige Raupe
Bandschlingen sollten so richtig schön wuschelig sein, trotzdem aber noch halten.

Chalk

Geht gar nicht, nie nie nie nicht, unter keinen Umständen, nicht bei 45° im Schatten, never ever! Nicht mal als Kriegsbemalung beim Sturm auf den Ring würde es von Einheimischen akzeptiert werden. 

Im Elbi gilt absolutes Chalk-Verbot. Das hat einen ernsteren Hintergrund. Das Chalk greift den ohnehin schon sehr porösen Sandstein massiv an und der ist auch ohne weiteres Zutun schon bröselig genug. 

Ein weiterer Aspekt dürfte sicher auch sein, dass die Chalkmarks, die einem sonst gerne mal den Weg in einer kniffligen Route zeigen, als Wettbewerbsverzerrung angesehen werden. Jeder muss seinen Weg alleine finden.

Deutsch

Deutsch muss es nicht zwangsläufig zugehen. 

Das Elbi hat auch auf der tschechischen Seite unheimlich viel zu bieten. Nein, nicht nur preiswertes und wohlschmeckendes Pivo. Im Elbtal (das Gebiet zwischen der Grenze und Decin) gibt es jede Menge schöne Felstürme, teilweise bis zu 80 Meter hoch. 

Zusätzlich hat sich das Gebiet um den Schneeberg (höchste Erhebung des Elbsandsteingebirges) zum Geheimtipp für Boulderer entwickelt. Ein Paradies aus Blöcken, das auf fleißige Hände wartet! 

Ein weiteres Highlight auf der tschechischen Seite ist auf jeden Fall auch das Essen – preiswert und es schmeckt!

Ehre

Um die geht es in vielen Aspekten der hiesigen Kletterei. Um die Ehre, den Felsen allein und ohne Hilfsmittel bezwungen zu haben. Da geht eben Chalk nicht. Und auch ein Einhängen des Seils und dann mal im Toprope ewig (am sicheren Ende) rumprobieren, ist ebenfalls nicht gern gesehen. Da beide Verhaltensweisen auch noch eine Abnutzung des ohnehin sehr fragilen Sandsteins zur Folge haben, kommt nebenbei noch der Naturschutz-Aspekt dazu. 

Hier in Sachsen wurde das Freiklettern quasi „erfunden“. Ein guter Teil der Sächsischen Schweiz ist aufgrund der einmaligen Landschaft Nationalpark. Die Kletterregeln sorgen für die Balance zwischen Tradition und Naturschutz, sollen einen Massenklettertourismus und die damit verbundene Rücksichtslosigkeit verhindern. Also immer mal wieder schmunzeln, aber nicht wundern.

Wer sich etwas tiefer in die Materie arbeiten will, dem sei die Lektüre des Klassikers „Die spinnen, die Sachsen“ von Peter Brunnert wärmstens empfohlen. 

Falken

Gern gesehene Freunde der Lüfte. Durch diverse Schutzmaßnahmen haben sich die Bestände der gefährdeten Wanderfalken gut erholt. Gerade im Frühsommer sind dadurch bestimmte Felsen und Klettergebiete gesperrt, da hier genistet wird und keiner stören soll. Belohnt werden diese gemeinschaftlichen Bemühungen von Naturschützern und Kletterverband mittlerweile wieder mit dem Anblick der Falken am Himmel (oder auf dem Gipfel sitzend auch mal unter sich) und die typischen Laute, die einen an Sommertagen begleiten.

Gipfelbuch

Der Lohn der Mühen!

 Auf den meisten Gipfeln der Sächsischen Schweiz findet sich in einer Metallbox das Gipfelbuch. Vorsicht beim Rausnehmen, oftmals ist ein kleiner Stift zum Einschreiben dabei. Wenn der ins Tal plumpst, ist das suboptimal. Das gleiche gilt natürlich für das Buch selbst. 

 Grundsätzlich gilt:

Zuerst kommt der Name der Seilschaft bzw. des Klettervereins. 

Darunter der Weg, den man gegangen ist (nein, nicht schummeln, siehe Ehre!) und natürlich das Datum. 

Dann trägt sich als erstes der Vorsteiger ein, darunter die Nachsteiger in der Reihenfolge, wie der Gipfel erreicht wurde. Haben sich mehrere Vorsteiger abgewechselt (zum Beispiel bei längeren Routen) stehen beide Vorsteiger nebeneinander, der erste auf dem Gipfel kommt auf die linke Seite. 

Bitte keine lustigen Landschaftsbilder, Kneipenwitze oder „Otto war hier“-Einträge. Und lasst Platz für weitere Kletterer. Ein kleines Clublogo ist allerdings geduldet. 

Die Gipfelbücher werden, wenn sie vollgeschrieben sind, in das Gipfelbucharchiv des Sächsischen Bergsteigerbundes in Dresden gebracht und dort aufbewahrt. Jeden ersten Dienstag im Monat kannst du hier stöbern gehen. 

Eine schöne Art, Unsterblichkeit zu erlangen, oder?

Gipfelbuch Falkenstein
Das Gipfelbuch vom Falkenstein – da erstmal hinkommen!

Hohe Liebe

Dabei handelt es sich nicht um den Gossenhauer der Region, in dem die Schönheit der Berge besungen wird. Die Hohe Liebe ist ein kleiner Tafelberg zwischen den westlichen Schrammsteinen und dem Kirnitzschtal. Hier befindet sich ein Ehrenmal für die ums Leben gekommenen Bergsteiger. 

Wenn du einmal die Tradition des Sächsischen Bergsteigerbundes in Reinform erleben möchtest, wanderst du am Totensonntag mit hinauf, wenn dort die am Berg gebliebenen mit Männerchor und Rede geehrt werden. 

Glühwein nicht vergessen – es kann sehr kalt und zugig werden. Wer offen ist, wird jedoch vieles für sich mitnehmen.

ideale Zeit

Die beste Zeit zum Klettern ist der Spätsommer/Herbst. Die Gebietssperrungen aufgrund des Falkenschutzes sind durch. Die extreme Hitze des Sommers (ich sage nur Schwitzehände) sollte sich auch gelegt haben. Ebenso, wie der Ferien-Touristenansturm. Besonders schön wird es, wenn die Laubbäume langsam die Farbe wechseln. 

Oftmals ist es bis in den Oktober noch warm genug zum Klettern.

Jahreserste

Die Jahreserste ist etwas ganz Besonderes: die erste Besteigung eines Gipfels im neuen Jahr. 

Um manchen Felsen entbrennen regelrechte Kämpfe, wer dann in der Silvesternacht als erstes oben ist und seinen Eintrag im Gipfelbuch hinterlassen kann. 

Das Besondere an diesem Eintrag – hier kann man einen Spruch hinterlassen, den man den Kletternden des neuen Jahres mit auf den Weg geben möchte. Daher ist es oft interessant, auf dem Gipfel ein wenig im Buch zu blättern, was von Vorschreibern am Jahresanfang hinterlassen wurde.

Kaminkletterei

Eine Spezialität, die hier richtig Spaß macht, wenn es denn einem liegt: Das Elbi ist voll von Kamin- und Rissklettereien. Je nach Breite gibt es diverse Techniken, in oder an ihnen nach oben zu gelangen. 

Da der Sandstein sehr rau ist, empfiehlt es sich, lange Bekleidung dabei zu haben, um bei der Kaminschrubberei nicht die kompletten Ellenbogen und Knie am Fels zu lassen. Wer richtig Blut geleckt hat, kann hier Extra-Kurse belegen. 

Ach ja – wenn das Blut tropft, war der Faust- oder Handklemmer einfach nicht gut genug gesetzt 😉

Zeichnung Kletterer im Kamin
Kamine – man liebt sie oder man hasst sie

Legenden

Sagen und Legenden gibt es hier viele. Zu den meisten Felsen gibt es Geschichten, die ein einheimischer Bergführer auch gerne mal preisgibt. 

Eine der bekanntesten ist die von Mönch und Nonne, zwei Klettergipfeln links und rechts der Elbe. Die Legende erzählt, dass früher auf beiden Seiten des Flusses kleine Klöster standen. Zu jenen Zeiten gab es natürlich noch keine Fähre und auch sonst keine Möglichkeiten, den Fluss ohne Gefahr zu überqueren. So begab es sich, dass ein Mönch und eine Nonne sich verliebten. Sie konnten sich aber nur sehen, wenn sie den jeweiligen Gipfel auf ihrer Seite der Elbe hinaufkletterten, die heute nach ihnen benannt sind. So standen sie jeden Abend dort oben und hielten Ausschau nach dem anderen und winkten sich aus der Ferne zu. Eines Tages verstarb die Nonne. Der Mönch jedoch, in treuer Liebe, steht auch heute noch oben auf seinem Gipfel und hält traurig Ausschau nach der Liebsten …

Material

Wenn du nicht als Klettertourist gänzlich ohne Ahnung auftreten willst, solltest du darauf achten, möglichst sämtliches Material so unauffällig wie möglich im Rucksack zu verstauen. „Nur Angeber und Anfänger lassen ihr Material draußen“ ist eine klare Ansage. 

Selbst erlebt bei einem Umzug von einem Felsen zum nächsten, auf einer Strecke von vielleicht 200 Metern, die über einen Feldweg ging: Man traf auf zwei ältere Damen, die unser Gurt- und Karabinergeklimper mit einem trockenen: 

„Ach, ich dachte glatt, da kommt `ne Kuhherde“ kommentierten. 

Nachsteiger

Der Nachsteiger hat traditionell mehrere Aufgaben. Zuerst ist er am Wandfuß dafür verantwortlich, das Seil komplett durchzuziehen und sich idealerweise schon in das zweite Seilende einzubinden, um einen schnellen Nachstieg zu ermöglichen. Er ist Sichernder für den Vorsteiger, mit allem, was dazu gehört. 

Im Gegensatz zu Gebieten, wo Toprope normal ist (oder eben zur Halle), lässt er den Vorsteiger aber nach erfolgreicher Begehung nicht ab, sondern klettert die Route direkt von oben gesichert hinterher. Da bei der Sicherung von oben ein direkter Blickkontakt oft nicht möglich ist, gibt es hier selten die straffe Sicherung, die man vom Toprope kennt. Daher ist auch der Nachstieg oft deutlich anspruchsvoller. 

Zusätzlich ist der Nachsteiger dafür verantwortlich, die Zwischensicherungen abzubauen. Das geht hier über das einfache Ausklinken von Exen hinaus, da auch beim Abbau Rücksicht auf den Fels genommen werden sollte.

Überhänge sind im Elbi ein Problem. Oft sieht der Vorsteiger beim Sichern nicht, was der Nachsteiger macht
Vonwegen Nachsteigen ist Pillepalle

Oben Ankommen

Das geht nicht nur kletternd, sondern auch gut wandernd. 

Die Massive bieten wundervolle Wanderwege und auch Klettersteige mit atemberaubenden Blicken ins Land. Bei vielen wartet dann oben eine Baude mit kühlen Getränken und einem Stück Kuchen zur Belohnung. 

Besonders empfehlenswert sind sicher die Häntzschelstiege in den Affensteinen oder direkte daneben die Schrammsteine. Hier lässt sich das eigene Klettererlebnis zum Beispiel auch ideal mit einer Wanderroute für die Kids und kletterunerfahrenen Mitreisenden verbinden. 

Parken in Rathen

Es gibt enorm viele Gebiete und schöne Ecken im Elbi. 

Das Rathener Gebiet ist allerdings eines der beliebtesten (nicht nur bei Kletterern). Da es sich hier zusätzlich um einen Kurort handelt, sind die Parkmöglichkeiten arg eingeschränkt. 

Willst du hierher, orientierst du dich von Pirna in Richtung Felsenbühne Rathen und nicht in Richtung Bastei. Direkt an der Elbe ist ein großer Parkplatz, wo für kleines Geld der Wagen den Tag verbringt, während ihr mit der Fähre übersetzt und losstiefeln könnt. 

Am Abend dann eine heiße Soljanka  in Rathen mit Blick auf Elbe und Bastei und der Tagesabschluss ist perfekt!

Qualität der Sicherungspunkte

Das wenige verbaute Material im Elbi ist in den meisten Fällen vertrauenswürdig. Die Abseilösen sind groß und massiv, die Ringe werden regelmäßig begutachtet und ausgetauscht. 

Wie überall gilt aber – Ausnahmen bestätigen die Regel. Also immer auf Nummer sicher gehen. 

Ringe

Wenn du an die Klettergärten am Gardasee gewöhnt bist, wirst du hier böse überrascht. 

Ja, es gibt Ringe – nur irgendwie nie da, wo man sie brauchen könnte. Oftmals findet sich in den Routen auf sieben Metern Höhe mal ein Stück Metall und dann bis zur Abseile nichts mehr. Gerne befindet sich der Ring auch direkt ÜBER der Krux. 

Ein nachträgliches Setzen von Ringen ist die absolute Ausnahme – so wie der Weg eingerichtet wurde, soll er auch nachgeklettert werden. 

Daher solltest du sehr fit im Selbstabsichern mit Schlingen und Knoten sein. Oder du verlässt dich gleich auf einen erfahrenen Bergführer.

Kletterer sucht Ring
Ringe im Elbi – eine Wissenschaft für sich

Sanduhren

Wenn man eine sieht, ist die Freude oft groß – Sanduhren gehören zu den Standard-Sicherungsstellen. Es gibt sie in allen Ausführungen. Allerdings solltest du immer vor Augen haben, dass die Felsstruktur nicht der in Franken gleicht. Während du dich dort an die kleinste Sanduhr mit vollem Gewicht hängen kannst, ist es hier möglich, dass eine armdicke auf kleinster Belastung ausbricht. 

Beim Legen von Schlingen solltest du immer die Belastungsrichtung im Auge behalten und Bandschlingen am Fuß umbinden. Nicht am Mittelteil, auch wenn das der erste Reflex ist. Der Sockel ist meist deutlich stabiler. 

Toprope

Was in anderen Gebieten das normalste der Welt ist, bringt im Elbi ganze Bergsteigerverbände in bürgerkriegsähnliche Zustände. Topropen oder nicht, ist eine Grundsatzfrage, um die seit Jahren vehemente Diskussionen geführt werden. Noch ist es ok, aber sehr ungern gesehen. Also nicht wundern, wenn du bei Ausübung dessen mehr als einen schiefen Blick erntest.

Auch hier gibt es einen ernsten Hintergrund: die Traditionalisten sagen: beim Topropen klettert man anders, oft über seinem eigentlichen Level (stimmt ja auch, da die Sturzgefahr deutlich geringer ist), was ein unsauberes Klettern zur Folge hat. Und das schadet am Ende dann wieder den Felsen.

Unterkunft

Das Elbi ist touristisch hocherschlossen. Ferienwohnungen und Unterkünfte sind gut belegt und teilweise sehr hochpreisig. Wenn du ein festes Dach über dem Kopf bevorzugt, also nicht unbedingt campen willst, findest du langfristig privat gut Ferienwohnungen (die in den Sommermonaten aber oft eine Mindestbelegung von einer Woche voraussetzen). 

Eine einfachere Alternative ist das Übernachten auf sogenannten Wandererböden. Gegenüber von Bastei und Mönch bietet die Laasenperle zum Beispiel so ein Quartier. Hier gibt es auch Gästezimmer für wenige Tage. Kein großer Luxus, aber den will man beim Klettern ja auch nicht.

Allerdings gilt auch hier: rechtzeitig buchen!

Vorstieg

Im Elbi vorzusteigen, hat eine eigene Qualität. Die besondere Absicherung fordert einiges an Erfahrung in den örtlichen Gepflogenheiten. Alles, was den Fels zerstören könnte oder verändert, ist tabu. Die Sicherung erfolgt mit Band- und Knotenschlingen, die in Risse, Kamine und Löcher gestopft oder um Sanduhren und Kuppen gewickelt werden. Deine Batterie Friends und Keile kannst du also getrost daheim lassen.

Der Sandstein ist teilweise sehr brüchig und lässt gerade am Ausstieg oft den Gedanken an Treibsand aufkommen. Zusätzlich sind die meisten Gipfelköpfe eher rund. Hier ist also noch eine Extra-Portion Souveränität und Ruhe gefragt, hochrammeln ist eher kontraproduktiv. 

Zweiter wichtiger Aspekt: das Sichern von oben sollte bombenfest sitzen, da hier nach erfolgreicher Bezwingung der Route nicht abgeseilt und dann im Toprope gesichert wir, sondern der Nachsteiger mit auf den Gipfel kommt. 

Reibungsausstieg
Der Ausstieg ist im Elbi oft eine Herausforderung

Wetter

Das Wetter spielt im Elbi eine große Rolle. Bei Regen ist Klettern tabu. 

Ok, der Teil leuchtet noch ein, auch im Ötztal würdest du bei Wolkenbruch eher ungern in eine Wand einsteigen. Aber auch am Folgetag solltest du im Elbi die Finger vom Felsen lassen, Klettern nur am trockenen Fels! 

Auch hier wieder der gleiche Hintergrund, wie bei vielen anderen Regeln: die besondere Beschaffenheit des Sandsteins. Dieser kann, wie ein Schwamm, bis zu 40% Wasser aufnehmen und ist in diesem Zustand vergleichbar mit einer festeren Kleckerburg. Also Finger weg und lieber entspannt eine Runde wandern gehen.

X

Drei davon solltest du machen, wenn du an beliebten Klettergipfeln ankommst und beim Einstieg der Wunschroute kein anderes Seil liegt. Denn sonst heißt es, geduldig warten. 

Wer als erstes das Seil ablegt, klettert auch zuerst. 

Natürlich sollte das nicht zum deutschen Klassiker: „ich lege mein Handtuch um 8 auf die Liege, kann ja sein, ich will am Abend da mal ausruhen“ verführen. Also Seil auch nur dort ablegen, wenn du vorhast, demnächst dort einzusteigen. 

Yaks

… wurden hier noch nicht gesichtet. Ok, ich gestehe, hier verließ mich die Kunst. 

Wer einen Vorschlag für diesen Buchstaben hat: immer her damit 🙂

Zelten

Ideale Spots:

 Waldcamping Pirna-Copitz, hier können auch Bungalows gemietet werden

Campingplatz Ostrauer Mühle, der Klassiker in Bad Schandau, unser regelmäßiger Startpunkt

Campingplatz Nikolsdorfer Berg, bei Königsstein

Kleiner Tipp: die tschechische Seite ist auch sehr schön! Hier empfielt sich Ostrov als Standort.

Kletterer hat den Gipfel geschafft
Oben angekommen! Es gibt nichts schöneres!

Diesen Beitrag habe ich 2012 erstmals auf Kletterbericht.de veröffentlicht. Leider ist die Seite momentan offline (ich hoffe, sie ist bald zurück!). Deshalb stelle ich die aktualisierte Version hier ein.

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