Warum Ablenkungen das Tor zur Hölle sind!

ständige Unterbrechungen lassen einen verzweifeln

Und welche 5 Tricks Dir dagegen helfen

Kennst Du das Gefühl, wenn Du an etwas arbeitest und so richtig im Flow versinkst? Die Worte fließen nur so aus Dir heraus, die Tastatur klappert fröhlich vor sich hin. 

Still im Hinterkopf weißt Du  – das läuft gerade, das krieg‘ ich heute noch fertig. 

Kurz mal strecken, den Rücken wieder gerade machen. Du lehnst Dich kurz zurück. Dein Blick wandert über den Schreibtisch, am Handy vorbei, springt dann aber gebannt auf den kleinen roten Punkt beim WhatsApp-Symbol zurück.

 Wer da wohl geschrieben hat? Ist das wichtig? Bestimmt nicht. 

Aber Du kannst ja kurz gucken. Die halbe Minute ist Zeit. Du bist schon so weit, da ist das nicht schlimm. 

Deine Hand geht zum Telefon und 

– zack – 

Falle zugeschnappt. 

Nichts ist giftiger für konzentriertes Arbeiten als Ablenkungen. Bist Du einmal kurz rausgerissen, braucht es ewig, um wieder mit den Gedanken voll bei der eigentlichen Aufgabe zu sein. Oft bist du ganz raus und gibst frustriert auf, verschiebst es auf ein anderes Mal, „wenn mehr Ruhe ist“. Was natürlich nicht klappt. 

Ablenkungen minimieren, nur wie?

1. Planung

Plane Deinen Tag und Deine Woche. Nicht auf die Minute genau und nicht jedes Detail. Erst einmal geht es um eine grobe Struktur.

Überlege Dir, wo Du Dir Zeitfenster schaffen kannst, in denen Du zeitaufwändigere Arbeiten erledigst. Wähle Zeiten, in denen Du Störungen vermeiden kannst. Wenn Du zum Beispiel Rechnungen bearbeiten willst, plane die nicht für den frühen Vormittag, wenn das Telefon erfahrungsgemäß ständig klingelt. 

Plane auch, wann am Tag Du Dich um Mails und regelmäßige Telefonate kümmerst. Keiner erwartet eine sofortige Antwort. Ich checke meine Mails morgens und dann nach dem Mittag noch einmal. So komme ich nicht in Versuchung, ständig das Postfach zu kontrollieren und dadurch abgelenkt zu werden.

Trage Dir Deine Zeitfenster als Termin in den Kalender ein und halte dich daran.

Zeitmanagement ist alles
Plane Deinen Alltag, dann überrascht Dich weniger

2. Kommunikation

Du wirst immer wieder durch Telefonate oder Kollegen, Besuch oder anderes abgelenkt? Ganz vermeiden lässt sich das nie. Mit etwas Kommunikation kannst Du aber schon viel ändern. 

Informiere Deine „Störquellen“, wann Du Zeit für Deine Aufgaben brauchst. Der Vorteil für sie – wenn Du in Ruhe abarbeiten kannst, hast Du danach wirklich ein offenes Ohr für sie und bist nicht genervt oder nur halb bei ihrem Anliegen.

3. Pausen

Benötigst Du länger, plane Dir Pausen ein. Spätestens nach 50 Minuten schwindet die Aufmerksamkeit und Du solltest kurz Luft holen. Pass aber auf, dass Du in der Pause nicht wieder in die Ablenkungsfalle tappst und Dich anderen Dingen zuwendest. Am besten stellst Du Dir einen Timer für die jeweiligen Abschnitte. 

Ich bin ein Riesenfan der Pomodoro-Methode. Dabei arbeite ich 50 Minuten intensiv und ohne Ablenkung, mache dann 10 Minuten Pause und weiter geht’s. Wie das genau funktioniert und welche Tools dabei helfen, erkläre ich in meinem nächsten Blog-Beitrag. 

Tomate
Die Comodoro-Methode ist perfekt, um konzentrierter zu arbeiten

4. Abschalten

Nicht den Kopf, sondern alles, was ablenken kann. Mach die Pop-Up-Funktion Deiner Mail aus, stell die Anrufumleitung ein, stell das Handy auf lautlos und dreh es aufs Display. 

Wenn möglich, such Dir einen Ort, an dem Du in Ruhe arbeiten kannst. Wenn Du Dein Büro mit Kollegen teilst, gibt es vielleicht ein Extra-Büro, in das Du Dich für Deine Aufgabe zurückziehen kannst. Arbeitest Du von zuhause aus, solltest Du Dich für aufmerksamkeitsintensive Aufgaben auch nicht ins Straßencafé setzen, sondern einen ruhigen Platz finden. 

5. Aufräumen

Das Handy ist aus, die Büro-Tür zu. Was kann jetzt noch stören? Der eigene Schreibtisch! 

Ich gebe zu – ich bin eher der Typ „chaotischer Professor“. Aber ich übe 😉 Denn ich habe festgestellt: je mehr Papiere oder Dinge auf meinem Schreibtisch liegen, umso eher komme ich in Versuchung, mich mit ihnen zu beschäftigen. 

Das heißt für Dich konkret: schaffe Dir Platz. Lege alles beiseite, was nicht zu Deiner jetzigen Aufgabe gehört. Ich habe einen zweiten kleinen Schreibtisch über Eck zu stehen. Da landen alle Unterlagen und Dokumente, die ich aktuell gerade nicht bearbeite. So habe ich sie in Reichweite, aber nicht ständig direkt im Blick. 

Das gleiche gilt übrigens auch für den Desktop am PC. Wenn Du der Kandidat bist, der jedes Foto und jede Datei auf dem Bildschirm speicherst, wird es Zeit auch hier aufzuräumen. Organisiere Deine Apps und Dateien in Ordner. So findest Du schneller, was Du suchst und hast nicht das Gefühl, von der Unmenge an Icons erschlagen zu werden. Und die Versuchung, nochmal schnell das neueste Foto von Deiner Mini-Miez anzuschauen, ist auch geringer.

Plüschhai auf Bürostuhl
Zeig Zähne, wenn es um Deine Ruhe geht!

Fazit

Alle drei Minuten wird man im Büro durchschnittlich abgelenkt. Wieder in den Flow zu kommen, dauert lange. 

Um das zu vermeiden, plane für Deine Aufgaben feste Zeiten. 
Minimiere Ablenkungen, indem Du andere darüber informierst, dass Du nicht gestört werden möchtest. 
Mach regelmäßig Pausen – pass aber auf, dass Du nicht etwas anderes anfängst.

Schalte alles aus, was Deine Aufmerksamkeit stehlen kann und räum‘ Deinen Schreibtisch auf. 

Die oben genannte Pomodoro-Methode, und wie ich sie für mich anwende, verrate ich Dir im nächsten Beitrag.

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